Erst kurz vor der Tat aus Gefängnis entlassen
Dreifachmörder kommt wieder in Haft

Ein bereits verurteilter Dreifachmörder muss unter anderem wegen eines versuchten Mordes erneut zehn Jahre ins Gefängnis. Der Mann hatte im Oktober 2002 wenige Monate nach seiner Entlassung ein Mädchen in Kuchen (Baden-Württemberg) entführen und vergewaltigen wollen.

HB/dpa ULM. Das Landgericht Ulm verurteilte den Angeklagten am Freitag wegen versuchten Mordes, versuchter Geiselnahme und versuchter sexueller Nötigung auch zu anschließender Sicherungsverwahrung. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft.Die Verteidigung hatte um ein mildes Urteil gebeten.

Der Vorfall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil der damals 30-Jährige erst zehn Monate zuvor aus der Haft entlassen worden war. Der Mann war 1993 vom Landgericht Mannheim wegen dreifachen Mordes zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Er soll damals eine 17-jährige Schülerin aus sexuellen Motiven erstochen und anschließend auch die Mutter und die Schwester seines Opfers mit zahlreichen Messerstichen ermordet haben.

Das Ulmer Landgericht war im Verlauf des Prozesses zu der Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte auch sein Opfer in Kuchen aus sexuellen Motiven angegriffen hatte. Aus jetziger Sicht werde der Mann nicht mehr in Freiheit kommen, "zumindest nicht, solange er physisch in der Lage ist, Frauen anzugreifen", sagte der Richter.

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