Erst überzeichnet, jetzt unterbewertet
Repower steht unter Strom

Erfreulicher Bericht auf der ersten Hauptversammlung des Windanlagenbauer Repower: Das Unternehmen bestätigte am Dienstag seine Planzahlen für das laufende Jahr. Einziger Wehrmutstropfen ist der derzeit niedrige Kurs der Aktie. Für Anleger aber eine Chance, denn Analysten halten Repower für unterbewertet.

jk/vwd HAMBURG/DÜSSELDORF. Im März wurde der Börsengang von Repower bereits als Erfolg gefeiert. Die Aktie war fünffach überzeichnet und notierte am ersten Tag mit rund 44 ? direkt 3 ? über dem Ausgabepreis.

Doch dann begann die Talfahrt. Eine zwischenzeitliche Erholung im Juni währte nur kurz. Denn es folgte der Absturz unter die 30-Euro-Marke, um die der Kurs derzeit pendelt.

Dabei kann sich die Geschäftsentwicklung sehen lassen: Repower konnte im ersten Halbjahr 2002 seine installierte Gesamtnennleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 119 Prozent auf 67,1 Megawatt steigern. Auch die Zahl der errichteten Anlagen sei auf 48 (Vorjahr: 38) gestiegen, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Dienstag mit.

Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2002 umfasst nach Angaben von Repower eine Gesamtnennleistung von 250,5 Megawatt. Dies entspreche einem Auftragsvolumen von 211,8 Mill. ? (Vorjahr: 64,9 Mill. ?).

Das Unternehmen werde voraussichtlich das "Wachstumsziel von über 50 % für das Geschäftsjahr 2002 erreichen", erklärte Finanzvorstand Jens-Peter Stöhr in Hamburg. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres veröffentlicht der Windanlagenbauer am 30. August 2002.

Die Analysten halten die Aktie derzeit für unterbewertet. Die Commerzbank rät: "Anleger sollten die aktuelle Schwäche der Aktie nutzen, um Positionen aufzubauen." Auch bei ABN-Amro bleibt Repower auf der Empfehlungsliste.

Die im Juni bekannt gegebene Auflösung eines Vertrages mit dem spanischen Mitbewerber Gamesa Energia führe zwar zu ausbleibenden Lizenzerlösen, heißt es. Diese sollten aber nicht überbewertet werden, da sie nur eine sehr geringe Auswirkung auf das Gesamtergebnis haben werden, erklärten beide Häuser. Gamesa hatte beschlossen, eine eigene Megawatt-Anlage zu entwickeln, statt die Anlage von Repower in Lizenz zu fertigen.

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