Erstbehandlung nun möglich
Leukämie-Mittel von Schering erhält EU-Zulassung

Der Berliner Pharma-Konzern Schering hat für sein Medikament Fludara, das zur Behandlung chronisch-lymphatischer Leukämie eingesetzt wird, die EU-Zulassung zur Indikationserweiterung erhalten.

Reuters BERLIN. Das Präparat, das derzeit in 70 Ländern zur so genannten Zweitlinientherapie zugelassen ist, könne nun auch in der Erstbehandlung eingesetzt werden, teilte Schering am Donnerstag mit. Die formelle Genehmigung der einzelnen Länder, etwa zum Inhalt des Beipackzettels, werde demnächst erwartet. Schering erzielte nach Angaben eines Sprechers 2002 mit Fludara einen Umsatz von 149 Millionen Euro. Neue Umsatzschätzungen für das Medikament mit seiner erweiterten Indikation gebe es nicht.

Schering teilte weiter mit, Basis der EU-Zulassung sei der Nachweis gewesen, dass unter Fludara mehr Patienten auf die Therapie ansprachen als bei der herkömmlichen Behandlung mit dem Wirkstoff Chlorambucil. Die chronisch-lymphatische Leukämie ist die häufigste Blutkrebserkrankung bei Erwachsenen. Sie tritt häufig im sechsten Lebensjahrzehnt auf und betrifft doppelt so häufig Männer. Pro Jahr erkranken allein in den USA 60 000 Menschen und ebenso viele in Europa.

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