Erste Arbeitsniederlegung auch in Rheinland-Pfalz
Streiks im Einzelhandel ausgeweitet

Die Gewerkschaft Verdi hat die Streiks im bundesdeutschen Einzelhandel am Freitag auf Rheinland-Pfalz ausgeweitet. Wie der Verhandlungsführer der Gewerkschaft in Mainz, Dirk Reimers, berichtete, legten rund 300 Beschäftigte von fünf Supermärkten und Kaufhäusern die Arbeit nieder. Die betroffenen Geschäfte arbeiteten mit Notbesetzungen, hieß es. Der Arbeitskampf in Bayern wurde mit einem Warnstreik in Regensburg fortgesetzt.

ap MAINZ. Reimers forderte die Arbeitgeber auf, ein `verhandlungsfähiges Angebot" vorzulegen. Die Steigerung von Löhnen und Gehältern im Einzelhandel müsse sich an der Inflationsrate orientieren. In den bisherigen Verhandlungen haben die Unternehmer bundesweit Gehaltsverbesserungen von 2,2 Prozent angeboten. Der ver.di-Landesverband Bayern bezeichnete dies am Freitag erneut als Provokation. Die Gewerkschaft fordert Lohnerhöhungen von 5,5 Prozent.

Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) warnte am Freitag, die Forderung der Gewerkschaft werde in der Branche weitere Arbeitsplätze kosten. Die zunehmende Preissteigerung dürfe nicht Anlass für massive Lohnforderungen sein, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Verbands, Günther Wassmann. Der Umsatz im Einzelhandel sei im ersten Quartal 2001 um rund 1,4 Prozent gesunken. Mit dem Arbeitgeberangebot von 2,2 Prozent sei jeglicher Spielraum ausgeschöpft. `Jedes Zehntelprozent über diesem Angebot wird den Beschäftigungsabbau im Einzelhandel beschleunigen."

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