Erste Gespräche mit Kandidaten Anfang Oktober
Middelhoff ist noch nicht aus dem Rennen

Die Telekom will erst zum Jahresende einen neuen Vorstandsvorsitzenden präsentieren. Die Nachfolge werde entschieden, "wenn die Dinge reif sind", sagte der Interims-Chef der Deutschen Telekom, Helmut Sihler.

hps DÜSSELDORF/GÜTERSLOH. Erste Gespräche mit Kandidaten sollen Anfang Oktober geführt werden. Spekulationen, wonach der ehemalige Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff den Vorstandsvorsitz übernehmen soll, kommentierte Sihler nicht. "Middelhoff hat sich nach den Medienunternehmen immer am stärksten für die Deutsche Telekom interessiert", sagte am Mittwoch ein Insider. Wie die britische "Financial Times" berichtete, soll der entlassene Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG nach wie vor ein "ernsthafter Kandidat" für den Spitzenjob bei der Telekom sein. In Telekomkreisen werden Middelhoff keine Chancen auf den Chefsessel bei der Telekom eingeräumt. Obwohl Middelhoff eher der CDU nahe steht, verstehe er sich hervorragend mit Bundeskanzler Gerhard Schröder, heißt es in Branchenkreisen. "Middelhoff kann mit Schröder und Stoiber", glaubt ein ehemaliger Mitarbeiter.

Middelhoff wurde noch kurz vor der offiziellen Bekanntgabe seiner Entlassung als Nachfolger von Sommer gehandelt. Am Sonntag, 28. Juli, als der Gütersloher Medienkonzern relativ unerwartet den Rausschmiss mitteilte, gab es bereits erste Spekulationen, Middelhoff sehe seine Zukunft beim Bonner Telekomriesen. Hinweise, Middelhoff käme beim weltgrößten Medienkonzern AOL Time Warner unter, bestätigten sich nicht. In den letzten Wochen gerieten gerade Middelhoff-Freunde aus der AOL-Zeit in die Defensive. Der 49-jährige Betriebswirt sei derzeit weiterhin auf der Suche nach einer geeigneten Aufgabe in und außerhalb Europas, berichten Insider.

Erst Anfang Oktober will Middelhoff vor die Öffentlichkeit treten, um über seine Zukunft zu sprechen. Ursprünglich wollte er Anfang September seine neuen Pläne in Berlin der Presse vorstellen. Sein neuer PR-Berater, der ehemalige VW-Markenvorstand Klaus Kocks, der seit kurzem in Montabaur und damit nahe am Telekom-Hauptsitz in Bonn wohnt, verschob den Termin jetzt um rund einen Monat.

Quelle: Handelsblatt

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