Erste Kontakte
Israel bestätigt Verhandlungen mit Hisbollah

Reuters JERUSALEM. Israel hat Berichte bestätigt, wonach das Land unter deutscher Vermittlung mit der radikal-islamischen Hisbollah-Bewegung über den Austausch von Gefangenen verhandelt. Der israelische Armeechef Schaul Mofas sagte am Dienstag, die Kontakte hätten gerade begonnen. Die libanesische Einschätzung, dass schon bald eine Vereinbarung zu Stande kommen werde, halte er jedoch für zu optimistisch. Der stellvertretende israelische Verteidigungsminister Ephraim Sneh sagte, Israel wolle zwei libanesische Untergrundkämpfer gegen vier Israelis austauschen.

"Erste Kontakte unter deutscher Vermittlung mit der Hisbollah" habe es in den vergangenen Tagen gegeben, sagte Mofas. Bei dem geplanten Austausch geht es für Israel um die Rückführung von drei im Oktober von der Hisbollah verschleppte Israelis, drei Soldaten und einen Zivilisten. Zudem versucht Israel weiterhin, Aufschluss über das Schicksal des 1986 über dem Libanon abgeschossenen Piloten Ron Arad zu erhalten. Die Hisbollah fordert ihrerseits die Freilassung von 19 Arabern, die Israel festhält. Darunter sind die 1989 und 1994 festgenommenen Abdel Karim Obeid von der Hisbollah und Mustapha Dirani von der Amal-Bewegung.

Sneh sagte zu dem geplanten Austausch, Israel werde zahlen müssen und Teil des Preises sei die Freigabe von Obeid und Dirani. Am Montag war aus libanesischen Kreisen verlautet, dass es bei den Vermittlungsbemühungen Fortschritte gegeben habe und dass eine Lösung noch in diesem Jahr möglich scheine.

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