Erste Landungen auf New Yorker Flughäfen
Luftverkehr bleibt weltweit gestört

Auch zwei Tage nach den verheerenden Selbstmord-Attentaten in den USA ist der Luftverkehr in der ganzen Welt weiterhin gestört geblieben. Die weitreichende Sperrung des Luftraums über den USA und die weltweit verschärften Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen führten am Donnerstag weiter zu erheblichen Beinträchtigungen.

afp NEW YORK/FRANKFURT. Hunderttausende Passagiere warteten auf Flüge. Verbindungen aus Deutschland in die USA blieben ausgesetzt. Die New Yorker Flughäfen öffneten zunächst nur teilweise.

Die US-Flugaufsicht FAA gab die Flughäfen des Landes nur zur Landung von Maschinen frei, die wegen des am Dienstag verhängten Flugverbotes in Kanada zwischengelandet waren. Nach Angaben der regionalen Verkehrsbehörde in New York wurden die Flughäfen der Metropole, La Guardia und John F. Kennedy unweit der Stadt sowie Newark in New Jersey, teilweise geöffnet. In Newark landete ein Flugzeug der israelischen Fluggesellschaft El Al, das am Dienstag wegen der Anschläge in Kanada zwischengelandet war. Ein Flug der American Airlines aus Kanada war zum Kennedy-Flughafen unterwegs. Mit weiteren Landungen sei zu rechnen, sagte der Behördensprecher. Die FAA habe aber bis auf weiteres keine Starts genehmigt.

Die Lufthansa und andere große europäische Fluggesellschaften warteten weiter auf das grüne Licht der US-Behörden. Zumindest bis 15.00 Uhr am Donnerstag werde es keine Abflüge geben, sagte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt am Main. Ob danach Flüge in die USA oder nach Kanada möglich würden, blieb offen. Am Morgen hatte die Lufthansa noch mitgeteilt, sie habe grünes Licht dafür erhalten, die ersten Maschinen nach Übersee im Laufe des Tages starten zu lassen. Diese Erlaubnis wurde aber kurz darauf wieder zurückgenommen.

Air France setzte bis mindestens 16.00 Uhr alle Flüge nach Nordamerika und Israel aus. Am wichtigsten Pariser Flughafen Charles de Gaulle gingen Polizei und Soldaten auf Patrouille. Auch British Airways flog weiter nicht in die USA.

Schärfere Sicherheitsvorkehrungen werden geprüft

Die Fluggesellschaften in aller Welt prüften derweil schärfere Sicherheitsvorkehrungen an Bord, zu denen der Weltverband IATA seine 276 Mitglieder aufrief. Der Sicherheitsrat der IATA soll sich dazu in der kommenden Woche in Genf oder Montréal treffen. Eine weitere Sitzung ist Mitte Oktober in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia geplant.

Am Dienstag hatten Terroristen insgesamt vier Linienflugzeuge von United Airlines und American Airlines mit mehr als 200 Menschen an Bord in ihre Gewalt gebracht. Zwei der Maschinen wurden gegen das World Trade Center in New ork gesteuert, das nach Bränden und Explosionen einstürzte. Eine Maschine stürzte auf das Pentagon in Washington, eine weitere zerschellte offenbar mit Kurs auf die Hauptstadt in Pennsylvania. Bei den Anschlägen wurden nach Schätzungen der Behörden mehrere tausend Menschen getötet.

Informationen für Reisende und Betroffene

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%