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Erste Niederlage für VfB im Nebel von Heerenveen

Im friesischen Nebel hat der VfB Stuttgart seine Ziele zwar nicht aus den Augen verloren, aber einmal mehr bestätigt, dass er im Moment keine Spitzenmannschaft ist.

dpa HEERENVEEN. Im friesischen Nebel hat der VfB Stuttgart seine Ziele zwar nicht aus den Augen verloren, aber einmal mehr bestätigt, dass er im Moment keine Spitzenmannschaft ist.

"Uns fehlt ein Stück Souveränität", bemängelte Trainer Matthias Sammer nach dem 0:1 (0:0) beim SC Heerenveen und der sechsten Niederlage aus den letzten neun Pflichtspielen. Aus den verbleibenden Partien vor der Winterpause fordert der Coach nun vor allem Punkte. "Wir haben noch eine gute Ausgangsposition, die müssen wir nutzten. Jetzt zählen nur noch Ergebnisse", sagte Sammer.

Trotz der ersten Niederlage im Uefa-Pokal behielt der VfB die Tabellenführung und benötigt nur noch einen Punkt im letzten Gruppenspiel gegen Dinamo Zagreb, um die Runde der letzten 32 zu erreichen. "Wir sind nicht auf andere Teams angewiesen, sondern haben es selbst in der Hand", meinte Verteidiger Markus Babbel. "Und wenn wir in Hannover so spielen wie zuletzt gegen Gladbach, kommen wir auch in die Spur zurück", sagte der VfB-Profi in Hinblick auf die Sonntags-Partie der Fußball-Bundesliga zwischen dem Tabellenvierten und-fünften. Um die Regenerationszeit auszuschöpfen, blieb die Mannschaft zusammen und fuhr bereits nach Niedersachsen.

Im friesischen Heerenveen kamen die Stuttgarter bei anfangs fast irregulären Bedingungen in den dichten Nebelschwaden erst nicht auf Touren, dann haderten sie mit sich selbst und ließen viele Chancen aus. "Wir müssen erst immer einen reinkriegen, bevor wir den Hintern hoch bekommen", schimpfte Torhüter Timo Hildebrand. "Wir brauchen zu lange um aufzuwachen", meinte auch Nationalstürmer Kevin Kuranyi. Erst nach dem Führungstreffer (65.) durch den jungen Türken Ugur Yildirim, der die erste Unachtsamkeit in der VfB-Deckung nutzte, erhöhten die Stuttgarter die Schlagzahl. "Ich weiß auch nicht, warum die Mannschaft so spät ins Spiel kommt", sagte Sammer nachdenklich.

"Da darf man sich nicht wundern, wenn man am Ende mit leeren Händen nach Hause geht. Die haben zwei Chancen, machen ein Tor. Wir nicht. Das ist sehr ärgerlich", sagte Babbel. Zudem musste Sammer personell kurzfristig wieder umplanen, weil sich Fernando Meira nach einer gerade überstandenen Kreuzbandverletzung einen Muskelfaserriss zuzog und somit weiter ausfällt. Das Comeback von Andreas Hinkel steht noch aus, diesmal verteidigte Boris Zivkovic auf der rechten Seite. "Wichtig ist, dass jetzt alle angeschlagenen Spieler fit werden bis Sonntag. Und dann werden wir alles tun, um in Hannover zu gewinnen", versprach Horst Heldt.

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