Erste personelle Konsequenz
Brandenburger Staatssekretär wegen Schmökel-Flucht zurückgetreten

afp POTSDAM. Nach dem Mord des flüchtigen Sexualstraftäters Frank Schmökel an einem 60-Jährigen in Strausberg hat die Brandenburger Landesregierung erste personelle Konsequenzen gezogen. Der Gesundheits-Staatssekretär Herwig Schirmer (SPD) erklärte am Freitag seinen Rücktritt, wie Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) im Anschluss an eine Krisensitzung in Potsdam mitteilte. Die Taten Schmökels hätten im Kabinett tiefe Betroffenheit ausgelöst, sagte Stolpe vor Journalisten. Schirmer gehörte der Landesregierung seit 1996 an. Der SPD-Politiker hatte die Lockerungsmaßnahmen im Maßregelvollzug der Psychiatrie festgelegt, die Schmökel am Mittwoch vergangener Woche zu seiner sechsten Flucht genutzt hatte.

Der 38-jährige Schmökel hatte in einem Telefonanruf bei einem Berliner Psychologen gestanden, einen 60-jährigen Mann in einem Bungalow bei Strausberg östlich von Berlin getötet zu haben. Die Leiche des Mannes war am Donnerstagabend entdeckt worden. Die Polizei fahndete am Freitag mit Hochdruck nach dem Wagen des Opfers, einem grünen Hyundai Pony mit dem Kennzeichen B-NM 9392, in dem Schmökel gesehen worden sein soll.

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