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Erste Pfiffe für Meister Werder Bremen

Die Heimniederlage schmerzte. „Wir haben selten so schlecht gespielt wie diesmal“, ärgerte sich Trainer Thomas Schaaf von Werder Bremen nach dem 1:2 gegen den VfL Wolfsburg.

dpa BREMEN. Die Heimniederlage schmerzte. "Wir haben selten so schlecht gespielt wie diesmal", ärgerte sich Trainer Thomas Schaaf von Werder Bremen nach dem 1:2 gegen den VfL Wolfsburg.

Seine Mannschaft wollte mit "Schlafwagen-Fußball" zum Erfolg kommen, doch dieses Vorhaben ging gründlich daneben. Der deutsche Meister verspielte nicht nur die Bundesliga-Tabellenführung, sondern kassierte auch die ersten Saison-Gegentore und verdarb sich viele Sympathien bei den Fans. Nach endlosem Beifall durch den Gewinn des "Doubles" gab es erstmals wieder Pfiffe von den Rängen.

Beim VfL Wolfsburg sonnte sich dagegen Trainer Erik Gerets im Glanz des Sieges. "Ich denke, wir haben hier einiges auf den Kopf gestellt. Nach den Turbulenzen in der vergangenen Woche mit dem Pokal-Aus-war dies Balsam auf die Wunden", gab sich der Belgier zufrieden. Sein Team hatte mit einer disziplinierten Abwehrleistung zum zweiten Mal in dieser Saison auswärts gewonnen. Wieder war es Thomas Brdaric (46.), der mit seinem Führungstreffer die "Wölfe" auf die Siegesstraße brachte. "Damit habe ich mir einen Traum erfüllt, der hoffentlich weitergeht. Ich möchte in jedem Spiel ein Tor erzielen", berichtete der Nationalspieler.

Beim VfL Wolfsburg freute sich nicht nur Gerets über seinen aufgegangenen taktischen Plan, sondern auch Pablo Thiam (53.) gab sich zufrieden: "Wir haben alles getan, um diesen Sieg zu holen. Er ist dem zurückgetretenen Peter Pander gewidmet." Der Torschütze fügte hinzu: "Wir hatten eine harte Woche hinter uns, der Trainer hat uns aber sehr gut auf den Gegner eingestellt." Für die Wölfe war es bereits der vierte Sieg im achten Bundesliga-Gastspiel an der Weser.

"Wir haben das Spiel erst bestimmt, als es eigentlich zu spät war. Deshalb müssen in Zukunft einige Dinge bei uns abgestellt werden", meinte Werder-Trainer Schaaf. Der erste Treffer von Neuzugang Miroslav Klose (70.) brachte vor 36 700 Zuschauern zwar Schwung in die Bremer Angriffsbemühungen, doch der Fünf-Millionen-Einkauf vergab mit einem Lattenschuss auch den möglichen Ausgleich. "Ich sehe jedoch keinen Grund, jetzt verrückt zu spielen", sagte Sportdirektor Klaus Allofs. Seine Enttäuschung konnte er dennoch nicht verbergen: "Ich will mich aber an Niederlagen nicht gewöhnen. Deshalb muss ganz schnell der Umschwung kommen."

Nach Meinung des Bremer Trainers hat die Champions League nicht in den Köpfen der Werder-Profis herum geschwirrt: "Daran dürfen wir einfach noch nicht denken. Die Bundesliga hat zunächst Vorrang." Er dachte schon an die Aufgabe in zwei Wochen in Mönchengladbach und gestand: "Das wird in dem neuen Stadion schwer genug."

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