Erste Reaktionen
Stimmen zu den Landtagswahlen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel sagte: "Die SPD und und die Grünen haben nicht nur einen Frontalangriff gegen die Landesregierung gefahren, sondern auch gegen mich - und er ging ins Leere." Mit Blick auf das Ziel der SPD-Spitzenkandidatin Ute Vogt, ihn in seinem Amt abzulösen, und die Koalitionspläne der SPD sagte Teufel: `Die SPD hat beide Wahlziele verfehlt." Sein Erfolg sei eine Bestätigung einer erfolgreichen Politik, die sich auch am Mittelstand orientiere.

Die Spitzenkandidatin der baden-württembergischen SPD, Ute Vogt , sagte, die SPD habe mit einem Sprung von acht Prozent "grandios zugelegt" und befinde sich nun "auf gleicher Augenhöhe" mit der CDU. "Wir sind eine riesige, starke Opposition und darauf werden wir aufbauen."

Der baden-württembergische FDP-Vorsitzende Walter Döring zeigte sich enttäuscht: "Wir sehen das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge." Größter Erfolg sei, dass die Koalition vermutlich fortgesetzt werde, "aber natürlich sind wir auch enttäuscht", sagte er in der ARD. Er glaube, dass die Polarisierung zu Gunsten der CDU ausschlaggebend für das Ergebnis war. Zwei von drei Zielen seien aber klar erreicht worden. `Wir hatten fünf faire Jahre miteinander und werden hoffentlich fünf weitere faire Jahre haben."

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat sich "sehr, sehr zufrieden" mit dem Wahlergebnis in Baden-Württemberg gezeigt. "Das ist ein Zugewinn, der vor nicht allzu vielen Wochen nicht für möglich gehalten wurde", sagte Merkel in der ARD. Sie freue sich auch darüber, dass die Republikaner raus seien. "Alle haben kapiert, dass der Wähler eine geschlossene Formation haben will." Die CDU habe gezeigt, dass sie "kämpfen kann und die Nerven behalten hat". Das Ergebnis sei auch ein `wichtiger Trend für den Bund" und sei insgesamt ausbaufähig.

Die SPD hat nach Auffassung ihres Generalsekretärs Franz Müntefering in Rheinland-Pfalz einen "fulminanten Wahlsieg" errungen und in Baden-Württemberg deutlich aufgeholt. Der rheinland- pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) habe das Vertrauen der Menschen erneut gewonnen.

Die baden-württembergische Spitzenkandidatin Ute Vogt habe eine Aufholjagd begonnen und ein tolles Ergebnis erzielt. Die SPD sei aus dem Keller in die erste Etage umgezogen. Der Versuch der Bundes-CDU, mitten in der Legislaturperiode die Zustimmung zur SPD zu reduzieren, sei nicht gelungen, sagte Müntefering.

Die Bundes-CDU hat das Ergebnis der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz überwiegend positiv bewertet. CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer sprach von einem "Superergebnis" für die CDU in Baden-Württemberg. Auch das Resultat der Parteifreunde in Rheinland-Pfalz könne sich trotz der Stimmenverluste "sehen lassen". Bundespolitisch könne die Partei aus dem Ausgang der Wahlen Lehren ziehen. Wenn alle in der CDU als Mannschaft auftreten würden, könne die Partei auch weitere Wahlkampferfolge erzielen. Die Geschlossenheit, die die Partei seit dem Aschermittwoch demonstriert habe, habe sich positiv ausgewirkt. Meyer kündigte eine Fortsetzung der Patriotismusdebatte an. Sie habe bereits bei den Wahlen die eigenen Anhänger mobilisiert. Insgesamt würde es dem "Vaterland" gut tun, wenn die Deutschen mit mehr "gesundem Selbstbewusstsein auftreten würden".

Der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat Christoph Böhr räumte ein, dass seine Partei "deutlich verloren" habe. Er gratulierte im ZDF Ministerpräsident Kurt Beck zu seinem `traumhaften Ergebnis". In Rheinland-Pfalz wie auch in Baden-Württemberg seien zwei sehr populäre Regierungschefs im Amt bestätigt worden. Das Abschneiden der CDU habe `möglicherweise auch am Spitzenkandidaten" gelegen, sagte Böhr selbstkritisch, aber das müssten andere entscheiden.

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