Erste Starts
US-Luftraum ist wieder offen

Am dritten Tag nach den Terror-Angriffen in den USA sind am Donnerstag erstmals wieder Maschinen der Zivilluftfahrt gestartet. Von 17.00 Uhr MESZ an wurde der Luftraum für kommerzielle Flugzeuge freigegeben, teilte US-Transportminister Norman Mineta in Washington mit.

dpa WASHINGTON/PARIS/FRANKFURT. Gut 50 Stunden nach der Katastrophe ging am Donnerstagvormittag (Ortszeit) das erste Passagierflugzeug vom internationalen Flughafen Newark im Großraum New York in die Luft. Das bestätigte die Verkehrsbehörde Port Authority.

In Newark im Bundesstaat New Jersey war eines der vier entführten Flugzeuge, United Airlines 93, am Dienstag gestartet und in Richtung Los Angeles geflogen. Die Maschine hatte nach Angaben der Gesellschaft 48 Passagiere an Bord und stürzte über Pennsylvania ab.

Vor einer völligen Normalisierung wird nach den Worten Minetas aber noch einige Zeit vergehen. Flugplätze würden erst dann erneut ihren Betrieb aufnehmen, wenn verschärfte neue Sicherheitsmaßnahmen in die Tat umgesetzt worden seien. Passagiere sollten sich mit den Liniengesellschaften in Verbindung setzen und vor allem rechtzeitig vor dem Abflug eintreffen.

Air France bleibt noch am Boden

Entgegen ersten Meldungen nahm die Air France den Flugverkehr in die USA bis Donnerstagabend noch nicht wieder auf. Begründet wurde dies von Air France mit "bevorstehenden neuen Sicherheitsmaßnahmen" der zivilen Luftfahrtbehörde in den USA.

Die Lufthansa hofft auf eine Wiederaufnahme der Transatlantik-Flüge am Freitag. Am Donnerstag musste die Fluggesellschaft erneut alle Verbindungen in die USA sowie nach Kanada streichen, weil sich die Öffnung des nordamerikanischen Luftraums für den allgemeinen Luftverkehrs weiter verzögerte.

"Sollte sich eine Änderung der Situation ergeben, wird Lufthansa versuchen, kurzfristig Flüge in diese Richtung durchzuführen", teilte das Unternehmen mit. Die Maschinen seien startbereit. Insgesamt mussten am Donnerstag 28 Lufthansa-Flüge aus Deutschland nach Nordamerika und zurück abgesagt werden. Rund 18 000 Passagiere sowie Fracht waren davon betroffen. Für Anfragen wurde die Info-Nummer 0800-1009499 geschaltet.

Auch der Lufthansa-Partner United Airlines hofft, am Freitag die Mehrzahl der sechs planmäßigen Nordamerika-Flüge ab Frankfurt wieder aufnehmen zu können.

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