Erste Streiks am Montag in Bayern
Verdi kündigt Streiks im Einzelhandel an

Nachdem sich die Tarifparteien im Einzelhandel bislang auf keinen neuen Vertrag einigen konnten, hat die Dienstleisungsgewerkschaft Verdi Warnstreiks angekündigt.

Reuters DÜSSELDORF. Ab der kommenden Woche wolle man mit einer "Politik der Nadelstiche" im Einzelhandel für Unruhe sorgen, teilte die Gewerkschaft am Sonntag in Düsseldorf mit. Die Streikwelle werde am Montag in Bayern beginnen. "Wer die knapp drei Millionen Einzelhandelsbeschäftigten wochenlang mit Mini-Angeboten zwischen 0 und 2,2 % hinhalten will, bekommt die Quittung und die heißt Streik", erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Franziska Wiethold.

In Bayern waren die Gespräche nach einem Arbeitgeber-Angebot von zuletzt 2,2 % mehr Lohn Anfang des Monats gescheitert. Neue Gespräche sollen am 19. Juni stattfinden. In Niedersachsen hatte es nach Verdi-Angaben bereits in den letzten Wochen Warnstreiks und Proteste gegeben, an denen über 2 500 Beschäftigte teilgenommen haben.

Die Gewerkschaft fordert in der diesjährigen Tarifrunde Einkommenssteigerungen von 5,5 Prozent, mindestens aber 100 ? mehr. Die Tarifverhandlungen werden regional in den 16 Bundesländern geführt.

Wiethold forderte die Arbeitgeber auf, ihre bisherige Verhandlungstaktik zu überdenken und so den Tarifkonflikt zu entschärfen. Die für diese Woche geplanten Verhandlungen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, im Saarland und in Bremen böten dafür Gelegenheit.

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