Erste Tests zeigen möglichen Fehler in der Produktion
Baxter nimmt nach rätselhaften Todesfällen Dialysefilter vom Markt

afp DEERFIELD. Nach dem rätselhaften Tod von mehr als 30 Nierenkranken in Europa hat das Unternehmen Baxter die Produktion von zwei Typen seiner Dialysefilter dauerhaft eingestellt. Tests hätten ergeben, dass eine bei der Produktion der Filter in der Niederlassung im schwedischen Ronneby verwendete Substanz beim Tod der Patienten eine Rolle gespielt haben könnte, teilte Unternehmenschef Harry Jansen am Montag am Firmenhauptquartier in Deerfield im US-Bundesstaat Illinois mit. Jedoch seien für ein endgültiges Ergebnis weitere Tests notwendig. Baxter hatte die Auslieferung der Filter bereits Mitte Oktober gestoppt. In Kroatien und Spanien waren 31 Patienten auf rätselhafte Weise gestorben, die an Dialysegeräte mit Filtern dieses Typs angeschlossen waren.

Die genannte Flüssigkeit wurde laut Jansen nur in der Fabrik in Schweden zur Herstellung von Filterfasern verwendet; betroffen seien zehn Prozent der Filter der Serien A und AF. Dennoch wurde die gesamte Produktion der Filter dieser Serie dauerhaft beendet. Dialysegeräte funktionieren wie eine künstliche Niere. Sie scheiden an Stelle der kranken Niere giftige Substanzen aus dem Körper aus.

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