Erste Truppen offenbar schon am Wochenende vor Ort
Mazedonien: Neue Gefechte zwischen Rebellen und Armee

Mazedonische Sicherheitskräfte und albanische Rebellen haben sich in der Nacht zu Mittwoch neue Schusswechsel geliefert. In der nordwestmazedonischen Stadt Tetovo feuerten Kämpfer der selbst ernannten "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) nach Armeeangaben mit automatischen Waffen auf mehrere Polizeiposten.

afp LONDON. Die Sicherheitskräfte erwiderten demnach das Feuer, verletzt wurde jedoch niemand. Derweil meldete der britische Rundfunksender BBC unter Berufung auf das Londoner Verteidigungsministerium, bereits am kommenden Wochenende könnten die ersten britischen Truppen im Rahmen des geplanten NATO-Einsatzes nach Mazedonien entsandt werden. Demnach sollen am Freitag rund 300 Soldaten abreisen.

Nach einem Bericht der Tageszeitung "Daily Telegraph" sind britische Eliteeinheiten bereits seit Wochen vor Ort, um den Einsatz vorzubereiten und die Positionen der Albanerrebellen auszumachen. Sie sollten am Wochenende von weiteren 200 Experten verstärkt werden. Das Verteidigungsministerium wollte nach der Sitzung der NATO-Botschafter am Mittwochmorgen in Brüssel nähere Informationen geben. Von insgesamt 3500 NATO-Soldaten will Großbritannien 1500 Mann stellen.

Am Dienstag hatten Vertreter von EU und NATO die Erwartung geäußert, dass die NATO möglicherweise noch diese Woche grünes Licht für den Einsatz zur Entwaffnung der Rebellen geben könnte. Am Dienstagabend hatte sich die UCK zur Waffenabgabe bereit erklärt und ein entsprechendes Abkommen mit der NATO unterzeichnet. Dies war Voraussetzung für die NATO-Mission.

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