Erste UMTS-Tests abgeschlossen
T-Mobile wird weltweite Dachmarke der Telekom

Die Deutsche Telekom AG will ihr internationales Mobilfunkgeschäft unter eine globale Dachmarke stellen. Nach dem Vorbild der Wettbewerber Vodafone und Orange sollen bis Ende nächsten Jahres die nationalen Firmennamen und Marken verschwinden und durch die übergreifende Bezeichnung T-Mobile abgelöst werden, wie Vorstandsmitglied Kai-Uwe Ricke am Montag auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin ankündigte.

vwd BERLIN. In der von ihm geleiteten Holding T International-Mobile AG, in der die mehrheitlichen Beteiligungen gebündelt sind, machten sich bereits Synergien bezahlt. Die deutsche Bevölkerung soll rasch mit UMTS versorgt werden.

Trend geht zu globalen Marken

Der Trend gehe ganz klar zu globalen Marken, erläuterte Ricke und betonte: "Wir wollen für unsere Kunden T-Mobile weltweit zum Besten machen, was der Mobilfunkmarkt zu bieten hat." Die Beteiligungsgesellschaften sollen künftig den Global Brand und einen nationalen Zusatz wie UK, US oder Austria tragen. Auch die amerikanische Firma Voicestream Wireless, der jüngste milliardenschwere Zukauf der Telekom, soll ihren Namen einbüßen. Die für einen Börsengang vorgesehene T-Mobile, die im ersten Halbjahr ihr Ergebnis vor Zinsen, Steuern und den Abschreibungen auf die immatriellen Firmenwerte der zahlreichen übernommenen Unternehmen mehr als verdoppeln konnte, gilt als Gewinntreiber des Telekom-Konzerns.

Synergien beim gemeinsamen Einkauf von Endgeräten und Netztechnik

In der Gruppe machten sich bereits Synergien bemerkbar, etwa beim gemeinsamen Einkauf von Endgeräten und Netztechnik. Im vergangenen Geschäftsjahr seien bei den westeuropäischen Mehrheitsbeteiligungen Einsparungen von über 300 Mill. Euro erzielt worden. Eine höhere Profitabilität erhofft sich das Management auch von kostenpflichtigen Abonnements für bestimmte Inhalte auf dem Handy. Die ersten Angebote sollen zum 1. November über das mobile Internetportal T-Motion kommen, wie Ricke erläuterte. Im nächsten Schritt seien dann "Pay-per-Event-Angebote" geplant, also Dienste, für die der Nutzer einzeln zahlt.

Roaming-Verbindungen per GPRS-Technik

Auch technisch baut die Gruppe ihr Angebot weiter aus: In Kürze sollen die Kunden auf die ersten Roaming-Verbindungen mittels der GPRS-Technik zurückgreifen können, um schnelle mobile Datenkommunikation zu haben. Die Telekom ist zuversichtlich, den bereits seit längerem erwarteten Durchbruch bei GPRS nun bis zum Jahresende zu erleben. Damit soll dann auch das Abrufen von Video-Clips möglich sein. Die Technik, bei der man dauerhaft ohne Kosten mit dem Internet verbunden sein kann, gilt als Vorstufe zu UMTS, dem multimediafähigen künftigen Mobilfunkstandard.

UMTS-Tests in München und Wien abgeschlossen

Mit ihm will die Telekom bereits 2004 und damit ein Jahr früher, als vom Regulierer vorgegeben, die Hälfte der deutschen Bevölkerung versorgen. Die Vermarktung soll 2003 beginnen. Erste Tests mit UMTS wurden den Angaben zufolge in München und Wien erfolgreich abgeschlossen. Zusätzliche Pilotnetze entstünden in Hannover und London. Im konventionellen GSM-Netz wartet die Telekom zum 3. November mit einem neuen Tarif auf, der besonders für Leute günstig ist, die viel telefonieren. Bei XTraTalk werden die Gesprächsminuten verschiedener Telefonate im Laufe eines Tages addiert. Wer über fünf bzw. zehn Minuten kommt, muss deutlich weniger zahlen. Das Angebot richtet sich an Teilnehmer mit vorausbezahltem Kartenguthaben. Von den 22,5 Millionen Handy-Kunden in Deutschland entfallen 53 % auf den Prepaid-Bereich, die übrigen telefonieren auf der Basis von Verträgen. Der Konzern sieht sich nicht nur bei der absoluten Zahl, sondern auch beim Neukundengeschäft als deutscher Marktführer.

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