Erste Vietnam-weit übertragene Rede eines US-Präsidenten
Clinton gedenkt in Hanoi aller Toten des Vietnam-Kriegs

In der ersten landesweit übertragenen Rede eines US-Präsidenten erinnerte Clinton vor Studenten sowohl an die gefallenen US-Soldaten als auch an die Toten auf vietnamesischer Seite.

afp HANOI. US-Präsident Bill Clinton hat am Freitag in Hanoi aller Toten des Vietnam-Krieges gedacht. In der ersten landesweit übertragenen Rede eines US-Präsidenten erinnerte Clinton vor Studenten in Hanoi sowohl an die 58.000 gefallenen US-Soldaten als auch an die mehr als drei Millionen Toten auf vietnamesischer Seite. Die gemeinsame Geschichte der USA und des südostasiatischen Landes sei schmerzvoll für frühere Generationen, aber eine Quelle der Hoffnung für kommende Generationen, sagte Clinton.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Anerkennung der Religions- und Meinungsfreiheit in einem Land keine Gefahr für die Stabilität der Gesellschaft bedeute, betonte der US-Präsident. Zudem sprach er sein Bedauern darüber aus, das die traditionell guten Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern durch den Krieg und seine Folgen zum Erliegen gekommen seien. Clinton war am Donnerstag als erster US-Präsident seit Ende des Vietnamkrieges 1975 zu einem historischen Besuch in dem südostasiatischen Land eingetroffen.

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