Erste Zahlung bereits im Oktober erfolgt
Uniqa übernimmt MLP-Tochter noch 2002

Dem Finanzdienstleister MLP fließt noch in diesem Jahr der komplette Kaufpreis von 85 Millionen Euro aus dem Verkauf seines Lebensversicherungs-Joint-Ventures in Österreich zu.

Reuters HEIDELBERG. Der bisherige Partner Uniqa Versicherung werde die österreichische MLP Lebensversicherung AG zum 31. Dezember 2002 vollständig übernehmen und die ausstehenden 40 Millionen Euro noch in diesem Jahr überweisen, teilte MLP am Dienstag mit.

Der Erlös aus dem Verkauf des 50-Prozent-Anteils soll entgegen den ursprünglichen Plänen doch in die Gewinn- und Verlustrechnung des Versicherungs- und Finanzvermittlers fließen. Der Betrag soll helfen, die Einbußen im operativen Geschäft auszugleichen.

Im Oktober habe Uniqa bereits die ersten 45 Millionen Euro bezahlt, hieß es. Der österreichische Versicherungskonzern hatte die Option, das Gemeinschaftsunternehmen in diesem Jahr für 85 Millionen Euro komplett oder für insgesamt 90 Millionen Euro in zwei Schritten in diesem und im nächsten Jahr zu übernehmen.

Eigentlich wollte MLP den Verkaufserlös zur Reduzierung der umstrittenen Rückversicherungs-Quote einsetzen und nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung einfließen lassen. Zuletzt hatte MLP jedoch sein bereits um fast die Hälfte abgeschwächtes operatives Gewinnziel von 100 Millionen Euro vor Steuern in Frage gestellt und will den Erlös nun doch als außerordentlichen Gewinn ausweisen.

Trotz des Ausstiegs bei der österreichischen MLP Leben will der Heidelberger Finanzdienstleister in der Alpenrepublik präsent bleiben. MLP werde dort fondsgebundene Lebensversicherungen direkt über seine deutsche Tochter MLP Finanzdienstleistungen anbieten. "Dies erhöht die Effizienz und verschafft zusätzliche Kostenvorteile", sagte Vorstandschef Bernhard Termühlen.

Die volatile MLP-Aktie lag am Dienstagnachmittag 3,3 Prozent im Minus bei 11,41 Euro nach.

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