Ersten 60 Minuten verschlafen
BVB wacht zu spät auf

Borussia Dortmund droht nach der Champions League und dem DFB-Pokal auch die dritte Geldquelle zu versiegen: Im Uefa-Cup-Hinspiel reichte es gegen Soucheaux nur zu einem 2:2 - eine schwere Hypothek für das Rückspiel.

HB DORTMUND. Dabei bedurfte es erneut eines Kraftaktes der Elf von Matthias Sammer, um sich zumindest die Hoffnung auf ein Weiterkommen zu erhalten. Vier Tage nach dem 3:2 gegen den Hamburger SV holte die "Notelf" des BVB beim 2:2 gegen den FC Sochaux erneut einen 0:2-Rückstand auf. Nach indiskutablen 60 Minuten und Gegentoren von Santos (12.) und Pierre-Alain Frau (27.) sorgten der eingewechselte Regionalliga-Spieler Sahr Senesie (68.) und der Brasilianer Ewerthon (76.) wenigstens für ein halbwegs versöhnliches Ende.

Allerdings ist das Remis trotz der Aufholjagd eine schwere Hypothek für das Rückspiel am 27. November in Sochaux, das die letzten 29 Heimspiele nicht mehr verloren hat. Mit der dann erwarteten Rückkehr von Leistungsträgern wie Tomas Rosicky und Flavio Conceicao muss sich das börsennotierte Fußball-Unternehmen erheblich steigern, damit nach Champions League und DFB-Pokal nicht auch noch die dritte Geldquelle schneller als kalkuliert versiegt.

Obwohl BVB-Trainer Matthias Sammer vor der Konterstärke der Franzosen gewarnt hatte, gingen seine Schützlinge vor der Saison- Minuskulisse von 40 500 Zuschauern der Taktik der Gäste auf den Leim. Viel zu sorglos berannte der Bundesliga-Vierte den dichten Abwehrriegel des FC Sochaux, der die taktischen Unzulänglichkeiten der Schwarz-Gelben in der ersten Halbzeit mit eiskalt vorgetragenen Kontern bestrafte.

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