Erster Auftritt des neuen Generalsekretärs
Meyer will die CDU klar positionieren

Der neue CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer sieht die Aufgabe in seinem neuen Amt in einer stärkeren Rückkopplung zwischen Parteispitze und Basis. "Ich bringe so ein bisschen auch die Stimmung der Basis mit", sagte Meyer am Dienstag in Berlin bei der ersten gemeinsamen Pressekonferenz mit Parteichefin Angela Merkel nach seiner Nominierung.

dpa-afx BERLIN/BRÜSSEL .Meyer kündigte eine harte Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner an: "Die Menschen müssen ja erkennen, wo die Unterschiede liegen zwischen den politischen Richtungen". Auch müsse die CDU "so sprechen, dass die Leute uns auch verstehen".
Zusammen mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel kündigte er ein schlagkräftiges und inhaltlich arbeitendes Team an. Merkel sagte, sie sei überzeugt, dass es zu einer guten Zusammenarbeit mit Meyer kommen werde.

Große Zustimmung für Meyer als Generalsekretär

Die Entscheidung von CDU-Chefin Angela Merkel für den bisherigen Landtags-Vizepräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Laurenz Meyer, als neuen Generalsekretär ist im Fraktionsvorstand der Union mit großer Zustimmung aufgenommen worden. Dies erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer Hans-Peter Repnik am Dienstag in Berlin. Obwohl Meyer im Gegensatz zu seinem Vorgänger Ruprecht Polenz über kein Mandat im Bundestag verfügt, erwartet Repnik eine enge Zusammenarbeit mit dem neuen Generalsekretär. Die Fraktionsspitze habe den Rücktritt von Ruprecht PPolenz mit Bedauern und "großen Respekt" zur Kenntnis genommen.

Ein konservativer Wadenbeißer ersetzt Polenz

Die flämische Tageszeitung "De Standaard" befasst sich mit den personellen Veränderungen an der CDU-Spitze. "Um eine Vorstellung zu geben vom Postenkarussell bei der CDU: Polenz war der Nachfolger von Merkel, die gleichzeitig Wolfgang Schäuble als Vorsitzende der CDU nachfolgte, weil Schäuble - selbst seit '98 Nachfolger von Helmut Kohl - wegen tiefer Verstrickung in den Finanzierungsskandal um Kohl abtreten musste. Über die Gründe für Polenz' Entlassung gab es gestern hier und dort zu hören, dass Polenz nicht bissig genug war. Polenz ist eher liberal, auch auf dem Gebiet der Einwanderung und der Abtreibung. Er wird nun ersetzt durch Laurenz Meyer, einen ziemlich konservativen Wadenbeißer."

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