Erster Auftritt in München
Kylie Minogue startet Deutschlandtour

Nein, Kylie Minogue kommt nicht einfach auf die Bühne. Sie lässt sich emporfahren. Der Vorhang fällt, aus den Boxen dröhnen Orgelklänge. Endlich ist die Pop-Queen also da.

dpa MÜNCHEN. "Come into my world", singt sie gleich in ihrem ersten Lied. Das klingt wie eine Einladung. Und das Publikum taucht ab in Kylies Welt. Im Weltraum-Outfit steht der knapp 1,60 Meter große Pop-Superstar am Montagabend in der Münchner Olympiahalle auf einer Empore. Ihr Roboter-Anzug öffnet sich - und schon zeigt sich Kylie, wie die Fans sie lieben: Ein knappes Glitzer-Röckchen bedeckt die Hüften, sie trägt hohe Stiefel bis über die Knie und zeigt jede Menge Haut.

Modespektakel Minogue

Mindestens ein Dutzend Mal wechselt die australische Pop-Königin an diesem Abend ihr Outfit. Sie kommt im Seidengewand, dann trägt sie ein schwarzes Abendkleid. Ihre Auftritte sind eben mehr als nur Konzerte: Minogue inszeniert sich als ein einziges Pop-Event. Video- Leinwände verwandeln die Bühne bei fast jedem Lied in ein anderes Ambiente. Mal sorgen grelle Laser-Lichter für eine sterile Computer- Atmosphäre, mal singen grelle Kuss-Münder Kylies Texte mit.

Lange Aufwärmphase

Doch richtig Stimmung will während der ersten Songs nicht aufkommen. Kylies rund 11 000 Fans stehen einfach nur da und starren wie gebannt auf die Bühne. Erst nach einer knappen Stunde, als sie "Kids" solo anstimmt, beginnen die Leute zu tanzen. Den Song hatte sie gemeinsam mit der britischen Pop-Ikone Robbie Williams im Duett gesungen. Spätestens bei "It's in your eyes" erheben sich dann auch auf den Sitzplätzen die Fans und tanzen auf den Stühlen.

Höhen und Tiefen

Kylie Minogue ist ein Pop-Phänomen. Alle Höhen und Tiefen des Musik-Geschäfts hat sie erlebt. Ihre Hits "The Locomotion" und "I should be so lucky" machten sie weltberühmt. Ende der 90er Jahre verkauften sich ihren Platten dann aber nur noch schlecht. Kylie war abgestempelt. Doch sie meldete sich zurück. Mit ihrem Album "Light Years" gelang Kylie im Jahr 2000 ein sensationelles Comeback auf die Showbühne. Und auch mit ihrem aktuellen Album "Fever" eroberte sie sofort die Charts. Die Pop-Welt liegt Kylie wieder zu Füßen.

"Es gibt das Mädchen Kylie auf der einen Seite und den Star auf der anderen", sagt sie heute. "Ich werde aber immer daran denken, wo ich herkomme und wer ich eigentlich bin." Vielleicht ist auch das ein Teil ihres Erfolges: Kylie ist trotz aller Show offenbar auf dem Boden geblieben, Star-Allüren scheinen ihr fremd. Nach dem Konzert bedankte sie sich nicht nur mehrmals beim Publikum. Vor allem bat sie alle Musiker und Tänzer auf die Bühne und verbeugte sich mit ihnen.

Doch Minogue ist nicht nur Sängerin. Sie ist auch Mode-Idol. Frauenzeitschriften drucken ganze Serien über ihr "Sexy-Outfit". So war das Konzert in München denn auch eine riesige Mode-Show. Hunderte Teenies kamen in langen Stiefeln, knappen Röcken und bauchfreien Tops. "Ich mag es, sexy zu sein", sagt Kylie über sich selbst. "Aber es gibt auch eine andere Kylie, eine ernsthafte."

Lust auf mehr

Von ihrer ernsthaften Seite zeigte sich Kylie beim Start ihrer Deutschland-Tournee aber nicht. Sie flirtete mit den Fans, ließ ihre Augen kullern und tänzelte über die Bühne. Nach fast zwei Stunden schloss die Pop-Prinzessin mit ihrem Mega-Hit "Can't get you out of my head." Und das Publikum musste Kylies Welt wieder verlassen.

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