Erster Bericht in Dollar
Novartis steigert Gewinn leicht

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat den Reingewinn im ersten Halbjahr 2003 leicht um ein Prozent auf 2,379 Mrd. Dollar gesteigert und damit die Analystenerwartungen etwas übertroffen.

Reuters ZÜRICH. Der Halbjahresumsatz stieg laut Angaben vom Montag um 20 % auf 11,924 Mrd. Dollar. In lokalen Währungen betrug das Wachstum 12 %. In der wichtigsten Division Pharma erhöhten sich die Verkäufe um 18 % in Dollar beziehungsweise 10 % in Lokalwährungen auf 7,600 Mrd. Dollar.

Im Gesamtjahr erwartet Novartis sowohl im Konzern als auch in der Pharmadivision ein Umsatzwachstum in lokalen Währungen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich. Der Reingewinn sollte über dem Vorjahresniveau zu liegen kommen, falls keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, hieß es.

Das Unternehmen bestätigte damit die bisherige Gewinnprognose. Beim Umsatz war Novartis bisher von einem Anstieg des Konzern- und des Pharmaumsatzes um rund 10 % in lokalen Währungen ausgegangen.

Der operative Gewinn erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 16 % auf 2,814 Mrd. Dollar. Novartis profitierte den Angaben zufolge von weiteren Produktivitätsgewinnen und Verbesserungen im Produktmix.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Halbjahresgewinn von 2,367 Mrd. Dollar gerechnet. Der Umsatz war mit 11,836 Mrd. Dollar erwartet und die Pharmaverkäufe waren auf 7,469 Mrd. Dollar geschätzt worden. Das operative Ergebnis wurde mit 2,749 Mrd. Dollar prognostiziert.

Novartis verbuchte den Angaben zufolge für den Anteil am Verlust 2002 des Roche-Konzerns eine Betrag von 287 Mill. Dollar. Ohne den Anteil am Roche-Verlust wäre der Reingewinn im ersten Halbjahr um 13 % gestiegen, hiess es.

Novartis hält 6,2 % des Kapitals und 32,7 % der stimmberechtigten Inhaberaktien von Roche. Roche hatte 2002 einen Rekordverlust von 4,03 Mrd. sfr ausgewiesen. Das Verhältnis zwischen den beiden Unternehmen kann als frostig beschrieben werden. Novartis hat wiederholt die Vorteile eines Zusammengehens der beiden Konzerne betont. Das Roche-Management hingegen und auch die Familien Hoffmann und Oeri, die mit einem Kapitalanteil von rund zehn Prozent 50,1 % der Roche-Stimmrechte kontrollieren, haben sich immer klar gegen eine Fusion mit dem Basler Nachbarn ausgesprochen.

Das Novartis-Nettofinanzergebnis verringerte sich um 28 % auf 299 Mill. Dollar.

Novartis hat 2003 seine Rechnung auf Dollar umgestellt, um den negativen Einfluss des starken Schweizer Franken zu vermindern.

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