Erster Börsentag unter Präsident George W. Bush
Schwacher Auftakt in New York

Der erste Börsentag unter George W. Bushs Herrschaft. Vom neuen Staatsoberhaupt, der als erster amerikanischer Präsident ein Diplom in Wirtschaftswissenschaften hat, versprechen sich einige Unternehmen Vorteile - vor allem Pharmafirmen.

NEW YORK. Unterstützung erhält der Sektor von Amgen . Das weltgrößte Biotechnologieunternehmen hat einen Rechtsstreit gegen Konkurrent Transkaryotic Therapies gewonnen. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass Transkaryotic Therapies das Patentrecht verletzt hat und vorerst keine eigene Version des Anämiemittels Epogen auf den Markt bringen darf. Laut Analystenschätzungen erziele Amgen mit dem Medikament jährlich einen Umsatz von rund vier Milliarden Dollar. Die Investmentbank Goldman Sachs bestätigt am Montag die Aktie auf der Empfehlungsliste.



Zusätzlichen Auftrieb dürfte der Pharmasektor erhalten, nachdem sich wieder immer mehr Anleger entscheiden, ihr Kapital in defensive Werte zu investieren. In der Phase der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse wenden sich Anleger zunehmend Werten zu, die ein stabiles Wachstum aufweisen und nicht mit den Quartalsdaten enttäuschen dürften. Pharmawerte wie Eli Lilly und Pfizer legen vorbörslich an Wert zu.



Unter Druck geraten dürfte heute der Nasdaq Index. Nachdem das Technologiebarometer in den vergangenen Wochen vornehmlich von erfreulichen Quartalsergebnissen profitieren konnte, dürfte eine Gewinnwarnung von Dell den Index heute Punkte kosten. Der weltgrößte Direktvertreiber von PCs senkte seine Gewinnerwartungen für das vierte Quartal von 26 Cents auf 18 bis 19 Cents Gewinn pro Aktie. Der Umsatz wird statt der prognostizierten 8,7 Milliarden Dollar nun rund 8,5 Milliarden Dollar betragen. Über schlechte Absatzzahlen kann das Unternehmen jedoch nicht klagen. Die Anzahl der ausgelieferten Stückzahlen überstieg mit 40 Prozent die Absatzzahlen des Vorjahresquartals. Das Management kündigte vielmehr an, die Kosten nun "aggressiv" senken zu wollen. Dell wird Mitte Februar seine endgültigen Quartalszahlen veröffentlichen.



Verteuern könnten sich heute die Ölaktien. Die Rohölpreise haben am Freitag wieder um sechs Prozent angezogen, sodass Werte wie Exxon Mobil, Schlumberger und Halliburton Aufschwung erhalten könnten.



Problematisch könnte der Tag für Chemiewerte verlaufen. Lyondell Chemical hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Das Chemieunternehmen sagte, dass der Verlust für das dritte Quartal großer ausfällt als angenommen. Den Chemiekonzernen machen zur Zeit die hohen Rohstoffpreise zu schaffen.



Aufwärts gehen dürfte es heute für die Einzelhandelsaktien. Die Investmentbank Goldman Sachs geht davon aus, dass im Einzelhandelssektor derzeit großes Potential steckt. Federated, Gap, Guitar Center, Sears und Target werden auf die Empfehlungsliste aufgenommen. Jones New York, Nautica, TJX, Tommy Hilfiger und Van Heusen stufen die Analysten als Market Outperformer ein. Home Depot, Staples, Tiffany, Toys ´R´ Us, Liz Claiborne und Coach bestätigen sie auf der Empfehlungsliste bestätigt.



Spannend wird diese Börsenwoche auf jeden Fall. Die Ertragssaison geht in nächste Runde. Heute melden American Express, Pfizer und Texas Instruments.

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