Archiv
Erster BSE-Fall in Rheinland-Pfalz

Die Behörden wollen nicht alle Tiere des betroffenen Hofs töten lassen, sondern nur einige Jahrgänge.

ap MAINZ. Der erste BSE-Fall in Rheinland-Pfalz hat sich bestätigt. Die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen wies die Erkrankung eines fünf Jahre alten Schlachtrindes nach, wie das Mainzer Ministerium für Umwelt und Forsten am Mittwoch mitteilte. Der betroffene Hof ist bereits seit vergangener Woche nach dem ersten positiven Schnelltest-Ergebnis gesperrt worden.

Die rheinland-pfälzische Regierung hat sich gegen eine Tötung des gesamten Rinderbestands ausgesprochen und hält eine Kohortenschlachtung, also eine Tötung nur weniger Jahrgänge, für ausreichend. Das Ministerium wies darauf hin, dass der Bund in Kürze eine Dringlichkeitsverordnung in dieser Frage vorlegen will. `Sollte die angekündigte Rechtsgrundlage eine Kohortenlösung nicht zulassen, wird nach Maßgabe des Bundesmaßnahmenkatalogs entschieden." Um eine Kohortenlösung anwenden zu können, wurde eine Genom-Analyse zur eindeutigen Identifizierung des Tieres in Auftrag gegeben.

Alle Tiere, die sich zusammen mit dem infizierten Rind im Schlachthof befanden, wurden von den Behörden beschlagnahmt und beseitigt. Auch die auf dem betroffenen Hof verwendeten Futtermittel wurden beschlagnahmt und kontrolliert.

Das Umweltministerium veröffentlicht grundsätzlich keine Verdachtsfälle, um die Bauern zu schützen, wie es erklärte. Die Öffentlichkeit werde erst informiert, wenn ein Verdacht bestätigt sei.

BSE-Experten-Beirat: Erstes Treffen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%