Erster Gewinnrückgang seit drei Jahren
Pioneer senkt Gewinnprognose

Der japanische Elektronikkonzern Pioneer hat seine Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2001 angesichts der Absatzschwäche bei Konsumelektronik nahezu halbiert. Statt eines erwarteten Nettogewinns von 21 Mrd. Yen, wie im August angekündigt, ging der Konzern am Mittwoch nur noch von 11 Mrd. Yen (rund 194,7 Mill. DM) aus.

Reuters TOKYO. Das wäre der erste Gewinnrückgang seit drei Jahren. Im Vorjahr hatte Pioneer einen Nettogewinn von 18,3 Mrd. Yen erzielt. Analysten hatten mit einem milderen Gewinneinbruch gerechnet.

Dank des schwachen Yen hielt sich der Konzern im abgelaufenen Halbjahr noch in der Gewinnzone. Von April bis September verbuchte Pioneer einen Nettogewinn von 4,82 Mrd. Yen, 22,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der Konzern, der im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs 63,8 % seiner Umsätze im Ausland erwirtschaftete, profitierte nach eigenen Angaben von dem gegenüber dem $ schwachen Yen. Der operative Gewinn der Gruppe ging in den vergangenen sechs Monaten gegenüber dem Vorjahr um 1,6 % auf 10,57 Mrd. Yen zurück. Im selben Zeitraum stiegen Pioneers konsolidierte Umsätze um 3,5 % auf 306,4 Mrd. Yen. Bezogen auf das Gesamtjahr nahm der japanische Elektronikhersteller am Mittwoch auch seine Umsatzprognosen von 720 Mrd. Yen auf 680 Mrd. Yen (Vorjahr: 674 Mrd. Yen) zurück.

Pioneer will seine Produktion in China ausweiten, um Kosten zu sparen. Angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs werde sich das Unternehmen auf Wachstumsbereiche wie die bei Computern und Mobiltelefonen verwendeten Plasmabildschirme sowie Auto-Navigationssysteme konzentrieren, hieß es. Gleichzeitig reduzierte Pioneer das Absatzziel für Plasmabildschirme von 70 000 auf 60 000 für dieses Jahr.

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