Archiv
Erster «Heuler» der Saison in Schleswig-Holstein entdeckt

Friedrichskoog (dpa) - An der deutschen Nordseeküste ist der erste «Heuler» der Saison entdeckt worden. Das 48 Zentimeter große und 7,6 Kilo schwere Robbenbaby ist eine Frühgeburt und wurde zur Seehundstation Friedrichskoog in Schleswig-Holstein gebracht, sagte Stationsleiterin Tanja Rosenberger am Dienstag. Spaziergänger hatten das von seiner Mutter verlassene Tier am Freitagabend am Strand der Insel Föhr gefunden.

Der Heuler mit dem Namen «Nemo» sei in einem stabilen Gesundheitszustand, sagte Rosenberger. Er wurde zunächst drei Tage lang in einem Quarantänebecken gehalten, bevor er am Dienstag in ein normales Aufzuchtbecken umzog. Hier wird der Seehund aufgepäppelt, bis er das für die Auswilderung nötige Mindestgewicht von 25 Kilogramm erreicht hat.

Das Seehundbaby bekommt anfangs täglich rund ein halbes Dutzend Mahlzeiten in Form einer Spezialmilch. Nach einer Woche wird die Nahrung nach und nach auf Fisch umgestellt, bis das Jungtier schließlich täglich 2,5 bis 3,0 Kilogramm Hering erhält.

«Heuler» sind von den Muttertieren verlassene Seehundjunge. Der Beginn der Geburtszeit verschiebt sich aus noch unbekannten Gründen seit einigen Jahren immer weiter nach vorne, sagte Rosenberger. Erste Frühgeburten seien bereits Anfang April tot gefunden worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%