Erster Klasse zur Asien-Tortur
Viel Freizeit und Einsatzgarantien für DFB-Spieler

Ein strapaziöser Zehn-Tage-Trip steht den deutschen Nationalspielern bevor. Doch trotz vieler Unwegbarkeiten, wie lange Flugzeiten oder Zeitumstellung, erteilt Bundestrainer Jürgen Klinsmann möglichen Ausreden schon vor dem Abflug eine Absage.

HB FRANKFURT/YOKOHAMA. "Freizeit und Weihnachts-Shopping" stehe auf dem Plan, den Klinsmann mit seinen beiden Assistenten Oliver Bierhoff und Joachim Löw zusammengestellt hat. Dieses sind die angenehmen Seiten. 30 Flugstunden, drei Länder, zweimal Zeitumstellung und dazu noch extreme Klimawechsel, stehen dem gegenüber. Der Asientrip wird für die deutschen Nationalspieler zur Tortur - und trotzdem will Jürgen Klinsmann keine Klagen mehr hören. "Wir freuen uns sehr auf diese Reise. Sie ist ein weiterer Lernbaustein auf dem Weg zur Weltmeisterschaft", entgegnete der Bundestrainer am Montag beim Abflug zur Testspiel-Reise nach Japan, Südkorea und Thailand allen Kritikern.

Dies bekam die 17-köpfige Reisegruppe am Montag nach einem Waldlauf am Morgen schon auf dem anschließenden Elf-Stunden-Flug zur ersten Station Tokio zu spüren. Während sich Michael Ballack & Co. in der für die Spieler reservierten ersten Klasse des Lufthansa-Jumbos ausbreiten konnten, begnügten sich Klinsmann und Team-Manager Oliver Bierhoff mit Plätzen in der Business Class. An Bord fehlte neben den Stuttgartern Timo Hildebrand, Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel und Philipp Lahm, die erst nach ihrem UEFA-Cup-Spiel mit dem VfB am Mittwoch gegen Dinamo Zagreb zum zweiten Testspiel in Südkorea nachreisen werden, auch der Schalker Christian Pander. Eine Kernspin- Untersuchung bei dem Debütanten ergab, dass ein leichter Bandscheibenvorfall Ursache für seine Muskelprobleme ist.

"Regeneration steht im Vordergrund. Wir werden wenig auf dem Platz trainieren, weil die Spieler unter einem hohen Rhythmus standen in den letzten Monaten. Wir werden mehr Training im Fitness-Raum der Hotels machen", beschrieb Klinsmann das Programm für die Tage bis zur Länderspiel-Premiere gegen Japan am Donnerstag (12.10 Uhr/ZDF) im WM- Stadion von Yokohama und den anschließenden Partien gegen Südkorea am Sonntag sowie Thailand 48 Stunden später. Der Bundestrainer gab sich alle Mühe, die späte Goodwill-Tour für Asiens Stimmen bei Deutschlands erfolgreicher Bewerbung um die WM 2006 als Chance und nicht als Last für sein urlaubsreifes Personal darzustellen.

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