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Erster kommentierter «Ulysses»: Wegweiser durch ein Jahrhundertwerk

Hamburg (dpa) - James Joyces «Ulysses» gilt als eins der schwierigsten Werke der Weltliteratur: Über weite Strecken ein scheinbar ungeordneter Bewusstseinsstrom, ist der umfangreiche Text in Wahrheit kompakt gewebt aus Symbolen, Anspielungen und Zitaten, an denen Fans und Forscher seit 80 Jahren knobeln.

Hamburg (dpa) - James Joyces «Ulysses» gilt als eins der schwierigsten Werke der Weltliteratur: Über weite Strecken ein scheinbar ungeordneter Bewusstseinsstrom, ist der umfangreiche Text in Wahrheit kompakt gewebt aus Symbolen, Anspielungen und Zitaten, an denen Fans und Forscher seit 80 Jahren knobeln.

Künftig gibt es für deutschsprachige Leser einen Führer in die Tiefendimensionen des Romans: Erstmals erscheint der Klassiker der Moderne in kommentierter Ausgabe - rechtzeitig zum 16. Juni, den Joyce-Verehrer in aller Welt als «Bloom's Day» feiern. Denn an diesem Tag im Jahr 1904 spielt der Roman um den Dubliner Annoncen-Akquisiteur Leopold Bloom. Schon das Blättern in den 1100 Seiten gibt einen Eindruck der Menge des Wissens, das Joyce verarbeitet hat: Der Text - die hoch gelobte Übertragung Hans Wollschlägers von 1975 - ist dicht umrahmt von Anmerkungen und Fußnoten. Zusammengestellt haben sie der Greifswalder Anglist Dirk Vanderbeke und drei Mitarbeiter, die einen älteren englischen Kommentar aktualisierten und um eigene Recherchen ergänzten. Ein Personenregister und ein Plan der irischen Hauptstadt um 1900 erschließen den Text weiter.

Wolfgang Harms

James Ulysses



Herausgegeben und kommentiert von Dirk Vanderbeke u.a.

Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main

1100 S., 50,00 Euro

ISBN 3-518-41585-9

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