Erster Kontakt mit Rumsfeld
Scharping zu politischen Gesprächen nach Washington

ap BERLIN. Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping wird am (morgigen) Mittwoch zu zweitägigen politischen Gesprächen mit der neuen amerikanischen Regierung nach Washington fliegen. Wie das Verteidigungsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, wird Scharping vor allem mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Rumsfeld einen ersten persönlichen Kontakt aufnehmen.

Als wichtigstes Gesprächsthema gelten die amerikanischen Pläne für ein nationales Raketenabwehrsystem (NMD) gegen mögliche Überraschungsangriffe unberechenbarer Staaten wie Irak, Iran und Nordkorea. Rumsfeld gilt als klarer Befürworter eines solchen Abwehrsystems, dessen technische Realisierbarkeit noch nicht erwiesen ist und dem die meisten Europäer wegen des Risikos einer neuen Aufrüstungswelle skeptisch gegenüberstehen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte nach anfänglicher Zurückhaltung allerdings Ende Februar das Interesse Deutschlands bekundet, bei der Entwicklung der für das System erforderlichen Technologien beteiligt zu werden.

Scharpings USA-Visite dient auch der Vorbereitung das Besuchs von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der am 29. März in Washington mit Präsident George W. Bush zusammentreffen will. Bereits am 9. Februar hatte Schröders außenpolitischer Berater Michael Steiner mit der neuen US-Regierung Gespräche geführt. Als erstes deutsches Regierungsmitglied hatte Außenminister Joschka Fischer vom 19. bis 22. Februar in Washington den persönlichen Kontakt zu den neuen Partnern aufgenommen.



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