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Erster Saisonsieg bringt Ruhe für Lautern

Nach dem ersten Sturm in der noch jungen Saison ist beim 1. FC Kaiserslautern vorerst Ruhe eingekehrt. Mit dem 3:2-Auswärtserfolg beim FC Hansa Rostock und dem ersten Dreier dieser Spielzeit beendeten die „Roten Teufel“ - vorübergehend - die Diskussionen um Trainer Kurt Jara.

dpa ROSTOCK. Nach dem ersten Sturm in der noch jungen Saison ist beim 1. FC Kaiserslautern vorerst Ruhe eingekehrt. Mit dem 3:2-Auswärtserfolg beim FC Hansa Rostock und dem ersten Dreier dieser Spielzeit beendeten die "Roten Teufel" - vorübergehend - die Diskussionen um Trainer Kurt Jara.

Der österreichische Fußballlehrer demonstrierte angesichts der nach zuvor drei Niederlagen in Serie bereits heiklen Situation erstaunliche Gelassenheit. "Ich kenne das Geschäft seit 30 Jahren und erlebe so was nicht zum ersten Mal", sagte Jara. "Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen wir zu Hause nachlegen."

Im Ostseestadion gab es für den FCK in der Vergangenheit nicht all zu viel zu holen. Doch mit der bis dato spielerisch besten Leistung und viel Engagement (Jara: "Es hat von vorne bis hinten alles gestimmt.") fuhren die Pfälzer in Rostock nach sechs Niederlagen und zwei Remis den ersten Erfolg seit zwölf Jahren ein. Und sie hatten dabei vor allem auch für ihren Trainer gekämpft. "Keiner der Spieler hat ein Problem mit Kurt Jara, und es macht einen Heidenspaß bei ihm", erklärte Bundesliga-Neuling Marco Engelhardt und stellte sich damit demonstrativ hinter den in die Kritik geratenen Coach. "Nun hoffen wir, dass wir daheim punkten. Dann sitzen wir wieder fester im Sattel." Torschütze Thomas Riedl (44.) ergänzte: "Alle sind zufrieden mit Jaras Arbeit."

Auch FCK-Vorstandschef René C. Jäggi wollte von Unruhe hinter den FCK-Kulissen nichts wissen. "Es ist logisch, dass es bei so viel Anfangseuphorie schnell nach unten geht. Und in der Pfalz geht das besonders schnell. Aber der Club war trotz des schlechtesten Saisonstarts der Vereinsgeschichte immer ruhig", meinte der Schweizer und attestierte seinen Mannen, "zum ersten Mal Charakter bewiesen zu haben". Vor allem die "jungen Wilden" Thomas Drescher (42.), der sein erstes Bundesliga-Tor erzielte, Engelhardt, Ferydoon Zandi und Halil Altintop (56.) trumpften auf. "Über ihre Leistung freue ich mich besonders. Sie haben endlich das Vertrauen des Trainers honoriert", meinte Jäggi.

In Rostock hingegen herrscht nach der zweiten Heimpleite Ernüchterung. "Was letzte Woche gut war, war diesmal schlecht. Wir wollten den Sieg auf Schalke veredeln, aber Lautern hat verdient gewonnen", erkannte Hansas Coach Juri Schlünz die Überlegenheit der Gäste an. Torhüter Mathias Schober, der die beiden ersten Gegentreffer durch zwei kapitale Fehler begünstigt hatte, sah sein Team besonders in puncto Aggressivität im Hintertreffen. "Wir sind immer einen Schritt zu spät gekommen", meinte der Kapitän.

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