Erster Titel für HSV nach 16 Jahren: Liga-Pokal-Sieg gegen Dortmund
HSV gewinnt erstmals Liga-Pokal

Der Hamburger SV hat seine Titel-freie Zeit nach 16 Jahren beendet und mit dem Gewinn des Liga-Pokals eine teilweise beeindruckende Generalprobe fünf Tage vor dem Saisonbeginn in der Fußball-Bundesliga gefeiert.

HB/dpa MAINZ. Dank einer stürmischen Anfangsphase kamen die Hanseaten am Montag in Mainz zu einem 4:2 (3:1)-Finalsieg gegen Borussia Dortmund und sicherten sich erstmals den Liga-Pokal. Die Hamburger traten damit die Nachfolge von Hertha BSC an.

Die Grundlage für den ersten Titelgewinn seit dem DFB-Pokal-Sieg 1987 legte das Team von Trainer Kurt Jara in den ersten 20 Minuten, als Nico-Jan Hoogma (2.), Rodolfo Cardoso (12.) und Naohiro Takahara (18.) schnell eine 3:0-Führung herausschossen und die Dortmunder beinahe an die Wand spielten. Der Brasilianer Amoroso (24.) konnte per Foulelfmeter für die enttäuschenden Westfalen vor der Pause verkürzen. Nach dem Wechsel gelang den Borussen nur noch der Anschlusstreffer durch Jan Koller (61.). HSV-Neuzugang Stefan Beinlich (68.) sorgte für die Entscheidung, die dem HSV rund 1,28 Millionen Euro in die leere Kasse spülte.Die Dortmunder mussten sich mit 894 000 Euro zufrieden geben.

In der Nachspiel sahen die beiden Borussen-Spieler Otto Addo wegen groben Foulspiels und Sebastian Kehl, der Schiedsrichter Jürgen Aust schubste, noch die Rote Karte.

Vor 16 700 Zuschauern im Mainzer Stadion am Bruchweg erwischten die Hamburger einen Traumstart. Der nach Jens Lehmanns Weggang zu Arsenal London erstmals als Nummer eins aufgelaufene Dortmunder Torhüter Roman Weidenfeller konnte sich zwar schon in der ersten Minute bei einem Drehschuss von Takahara auszeichnen. Doch danach wurde der 22-Jährige von seinen Abwehrkollegen einige Male im Stich gelassen und verriet selbst zahlreiche Unsicherheiten.

Nach einer Flanke von Sergej Barbarez kam HSV-Kapitän Hoogma (2.) unbedrängt aus fünf Metern zum Kopfball. Zehn Minuten später zirkelte Cardoso bei einem Freistoß aus 20 m den Ball unhaltbar in den Winkel. Wenig später ließ Weidenfeller die Kugel nach einem Schuss von Christian Rahn abklatschen, Takahara (18.), der den wegen Adduktorenproblemen fehlenden Romeo ersetzte, staubte ab.

Die Führung gab den Hamburgern Sicherheit. Sie kombinierten geschickt. Die Dortmunder agierten erschreckend schwach und gingen nicht konsequent in die Zweikämpfe. Besonders die Viererkette war löchrig. Erst als Amoroso (24.) per Foulelfmeter - Marcel Maltritz hatte Sebastian Kehl im Hamburger Strafraum gelegt - verkürzte, kamen die Borussen besser ins Spiel. Lars Ricken (28.) und Tomas Rosicky (34.) vergaben weitere Großchancen, um noch vor der Pause den Anschluss zu schaffen.

Das gelang den Dortmundern erst nach der Pause durch eine Einzelleistung von Koller (61.). Zu dem Zeitpunkt hatten die Borussen optisch mehr vom Spiel, insgesamt war die Partie jedoch abgeflacht. Zahlreiche Fouls führten immer wieder zu Unterbrechungen. Nach Kollers Tor verpasste der Bundesliga-Dritte der Vorsaison die Gelegenheit, noch einmal Druck zu machen. Im Gegenteil: Beinlich (68.) machte mit einem Freistoß von der Außenposition den Sieg perfekt. Auch diesmal sah Weidenfeller unglücklich aus.

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