Erstes europäisches UMTS-Pilotprojekt startet Ende Mai
NTT Docomo will mit UMTS nach zwei Jahren Gewinn machen

Mit der geplanten Markteinführung im Frühjahr 2002 wird der japanische Telekom-Konzern NTT Docomo weltweit das erste Unternehmen sein, das multimediafähige Mobilfunkdienste der dritten Generation (UMTS) anbietet.

rtr TOKIO. Der NTT Docomo will mit seinen UMTS-Mobilfunkdiensten schon im zweiten Jahr des Betriebs profitabel arbeiten, auch wenn die Dienste etwas später als geplant eingeführt werden. "Wir erwarten für das zweite Jahr einen Gewinn", sagte Firmenchef Keiji Tachikawa am Donnerstag in Tokio. Unter dem Strich - also einschließlich der Anlaufverluste - sehe er allerdings keinen Gewinn vor dem Ende des fünften Jahres."

Tachikawa kündigte an, dass die multimediafähigen Mobilfunkdienste der dritten Generation ab Frühjahr nächsten Jahres landesweit zur Verfügung stehen sollen. Innerhalb von zwei Jahren sollen sechs Millionen Kunden gewonnen werden. "Wir rechnen mit sechs Millionen Kunden bis Ende März 2004", sagte Tachikawa. "Über die erforderlichen Kapazitäten werden wir bereits ein Jahr vorher verfügen."

Die nach Marktkapitalisierung größte japanische Firma hatte am Dienstag die weltweit erste kommerzielle Einführung der UMTS-Technik um vier Monate auf den 1. Oktober verschoben, landesweit soll der Dienst dann im darauf folgenden Frühjahr verfügbar sein. Nach Angaben des Unternehmens führten Fehler in der Anwendungssoftware zu dem Aufschub. UMTS- oder auch 3G-Dienste stehen für die dritte Mobilfunkgeneration, bei der zum Beispiel die mobile Übertragung von Text, Musik oder Video in hoher Geschwindigkeit möglich wird.

Der Docomo-Chef bekräftigte am Donnerstag, bis zur landesweiten Einführung im März nächsten Jahres 150 000 Kunden für die neuen Dienste gewinnen zu wollen. Auch die Investitionen von insgesamt 1 Bill. Yen (rund 18 Mrd. DM) bis März 2004 würden wie vorgesehen getätigt. Ende Mai will Docomo zunächst ein Probenetz in Betrieb nehmen, in das rund 4 000 Geschäftskunden im Einzugsgebiet der japanischen Hauptstadt eingebunden werden sollen. Ebenfalls Ende Mai startet das erste europäische UMTS-Pilotprojekt auf der Isle of Man zwischen Großbritannien und Irland. Europäische Unternehmen hatten nach der Docomo-Ankündigung mitgeteilt, an ihren UMTS-Zeitplänen festhalten zu wollen. Die UMTS-Einführung in Deutschland ist für das nächste Jahr geplant.

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