Erstes Halbjahr hat eigene Erwartungen übertroffen
Unilever spürt die Wirkung der Übernahme von Bestfood

kba/HB BRÜSSEL. Der Konzern Unilever, Rotterdam/London, hat im zweiten Quartal 2001 seine eigenen Prognosen übertroffen und die Erwartungen von Analysten doch nicht ganz erfüllt. So steigt der Gewinn pro Aktie im Vergleich zum zweiten Quartal 2000 um 53 % auf 0,90 Euro pro Aktie vor und auf 0,84 Euro nach Goodwill-Abschreibungen. Analysten hatten mit einem noch besseren Resultat gerechnet. Bezogen auf das Halbjahresergebnis 2000 steigt der Gewinn pro Aktie um 2 % ohne Abschreibungen.

Insgesamt erzielte der Konsumgüter-Multi einen Halbjahresgewinn vor Steuern von 2,1 Mrd. Euro, 7 % mehr als im ersten Halbjahr 2000. Dabei machten sich die Synergie-Effekte und Einsparungen aus der Übernahme des Bestfood-Konzerns bemerkbar.

Der Bestfood-Erwerb ist Teil des Wachstumsprogramms, das Unilever Vorstandschef Anthony Burgmans dem Konzern verordnet hat. So soll sich der Konzern auf die erfolgreichsten Marken konzentrieren. Gleichzeitig sollen weniger erfolgreiche Marken abgestoßen werden. Unilever hat bereits seine europäischen Bäckereien, seine Suppenproduktion und eine Reihe von US-Lebensmittelmarken verkauft. Durch die Bestfood-Übernahme hat sich die Bilanzsumme des Konzerns im Vergleich zum Halbjahresergebnis 2000 mehr als verdoppelt.

Der Nettogewinn ist im Vergleich dazu - bedingt durch die Kosten der Übernahme - leicht zurückgegangen, von 1,2 Mrd. auf 1,1 Mrd. Euro. Der Cash Flow aus dem Handel mit Firmenprodukten liegt nun bei 970 Mill. Euro. Der operative Gewinn betrug -- vor Abschreibungen und unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Joint Ventures - 3,4 Mrd, Euro und stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2000 um 35 %. Als enttäuschend wertet Unilever-Chef Burgmans den Rückgang beim Verkauf von Eiskrem in Europa, was mit dem schlechten Wetter im letzten Halbjahr begründet wird. In Südamerika und den USA verzeichnet der Konzern die höchsten Steigerungsraten bei Umsatz und operativem Gewinn.

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