Erstes Quartal
Finanzlage der Kassen bleibt katastrophal

Trotz der vorgeschriebenen Nullrunden im Gesundheitswesen haben die gesetzlichen Krankenkassen im ersten Quartal dieses Jahres erneut ein Defizit hinnehmen müssen.

HB/dpa HANNOVER. Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch) aus Kassenkreisen summierte sich der Fehlbetrag allein bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) im ersten Vierteljahr auf rund 350 Millionen Euro und bei den Ersatzkrankenkassen auf 90 Millionen Euro. AOK und Ersatzkassen versichern knapp 75 Prozent aller Kassenmitglieder.

Bereits im Jahr 2002 hatten die Krankenkassen fast drei Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Um Beitragssatzerhöhungen zu verhindern, hatte die Bundesregierung zum 1. Januar das Beitragssatzsicherungsgesetz in Kraft gesetzt. Es sollte die Krankenkassen mit Nullrunden für Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser um insgesamt 2,8 Milliarden Euro entlasten. Dennoch erhöhte ein Drittel aller Krankenkassen um den Jahreswechsel herum die Beiträge. Dadurch zahlen die Kassenmitglieder in diesem Jahr zusätzlich drei Milliarden Euro in die Versicherungen ein. All dies konnte das neue Defizit nicht verhindern.

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