Erstes Treffen voraussichtlich am Freitag
Berlusconi hält an Reform des Arbeitsrechts fest

Italiens Regierung will trotz der massiven Gewerkschaftsproteste an ihren Plänen für eine Lockerung des Kündigungsschutzes festhalten. "Wir können die Dinge nicht so lassen, wie sie sind", sagte Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Mittwoch. "Die Reform wird benötigt."

Reuters ROM. Er wie auch Arbeitsminister Roberto Maroni zeigten sich trotzdem zu weiteren Gesprächen mit den Gewerkschaften bereit. "Es könnte am Freitag ein erstes Treffen geben", sagte Maroni. Jedoch kündigte auch er an, an der strittigen Reform des Arbeitnehmerstatus festzuhalten: "Wenn wir unsere Haltung zum Artikel 18 ändern wollten, hätten wir es vor dem Streik getan."

Am Dienstag hatten mehrere Millionen Italiener mit einem eintägigen Generalstreik gegen die Pläne der Mitte-Rechts- Regierung protestiert. Die Gewerkschaften kritisieren, dass mit der Reform den Unternehmen Entlassungen erleichtert werden sollen. Dabei soll unter anderem Artikel 18 des Arbeitnehmerstatuts von 1970 geändert werden. Dieser zwingt Unternehmen, Beschäftigte wieder einzustellen, die ohne "guten Grund" entlassen wurden. Berlusconi zufolge sollen die Änderungen dagegen die Wirtschaft wettbewerbsfähiger und flexibler machen sowie italienische Gesetze mit Normen der Europäischen Union (EU) in Einklang bringen.

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