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Erstickungsgefahr: Künast verbietet Geliermittel

Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) hat die Verwendung des Geliermittels Glukomannan (Konjak) für die Herstellung aller Gelee-Süßwaren per Dringlichkeitsverordnung verboten.

dpa BERLIN. Diese gallertartigen Süßigkeiten können sich auf Grund ihrer Form und Beschaffenheit sehr leicht im Rachenraum festsetzen und zu Erstickungsanfällen führen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Schon im Januar hatte die Ministerin deswegen die Verwendung des Zusatzstoffes Glukomannan per Eilverordnung für die Verwendung in so genannten "Mini-Cup-Jellys" verboten.

Die EU-Kommission komme jetzt dem Wunsch Deutschlands nach einer Regelung nach, hieß es. Brüssel habe beschlossen, die Verwendung des Zusatzstoffes für solche Süßwaren EU-weit zu verbieten und den Geltungsbereich auf sämtliche Gelee-Süßwaren auszudehnen. "Diese Entscheidung ist aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes konsequent und richtig. Wir haben sie mit der heutigen Verordnung sofort in nationales Recht umgesetzt. Die Sicherheit der Verbraucher muss absoluten Vorrang haben", sagte Künast.

Die Verordnung wird am 16. April im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt am 17. April in Kraft. Zusätzlich bereitet die EU- Kommission eine Änderung der entsprechenden EU-Richtlinie vor, um das Verbot dauerhaft im EU-Recht festzulegen, und prüft weitere Maßnahmen.

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