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Erstligisten im Pokal fast unter sich

Die Erstligisten geben im DFB-Pokal den Ton an, doch Bayern-Trainer Felix Magath hat einen Außenseiter fest auf der Rechnung. „Mein Wunschgegner für das Finale sind unsere Amateure“, sagte der Coach des deutschen Rekord-Pokalsiegers.

dpa DÜSSELDORF. Die Erstligisten geben im DFB-Pokal den Ton an, doch Bayern-Trainer Felix Magath hat einen Außenseiter fest auf der Rechnung. "Mein Wunschgegner für das Finale sind unsere Amateure", sagte der Coach des deutschen Rekord-Pokalsiegers.

Durch den tags zuvor erreichten Einzug der Münchner Regionalligamannschaft in die nächste Runde stehen erstmals in der Geschichte des DFB-Pokals zwei Teams aus einem Club im Viertelfinale. Neben den Profis des FC Bayern, die einen 3:0-Erfolg im Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart feiern konnten, sicherten sich auch der FC Schalke 04, Hansa Rostock und der SC Freiburg den Sprung in die Runde der letzten acht Teams.

Mit einer Galavorstellung entschädigten die Bayern ihre Fans eine Woche nach der 0:1-Niederlage gegen Juventus Turin in der Champions League. "Das war unsere beste Saisonleistung", befand Torhüter Oliver Kahn nach dem souveränen 3:0 im Duell des Bundesliga-Vierten gegen den-Dritten. Die Treffer von Owen Hargreaves, Michael Ballack und Roy Makaay bescherten den Münchnern zudem die einmalige Chance, mit zwei Teams Richtung Berlin zu marschieren. Vorher ist ein Aufeinandertreffen laut Reglement nicht möglich.

Die Amateure des FC Bayern, die am Vortag mit 3:2 gegen Eintracht Braunschweig gewannen, stehen nach 1995/96 bereits zum zweiten Mal im Viertelfinale des Wettbewerbs. Zuvor schafften dies nur zwei Amateurvertreter von Proficlubs: 1993 zogen die Amateure von Hertha BSC sogar ins Finale ein, 1975 schaffte der Unterbau des VfB Stuttgart den Sprung ins Viertelfinale. Mit den Erstligisten Arminia Bielefeld, Hannover 96 und Titelverteidiger Werder Bremen erreichten insgesamt sieben Bundesliga-Vereine den Einzug in die nächste Runde. Im Vorjahr schafften nur drei Erstligisten den Sprung ins Viertelfinale. Die Paarungen für die nächste Runde am 1./2. März 2005 werden am 14. November im Rahmen der ZDF-Sportreportage von Kameruns Nationaltrainer Winfried Schäfer ausgelost.

Der viermalige Cupsieger Schalke 04 hat seine Serie unter Trainer Ralf Rangnick auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Mit neun Siegen aus den letzten zehn Spielen schwimmen die "Königsblauen" derzeit auf einer Erfolgswelle. Beim Zweitligisten Eintracht Frankfurt kamen die Schalker durch ein Eigentor von Markus Husterer und den Treffer von Mike Hanke zum 2:0-Erfolg. "Damit haben wir unser erstes Saisonziel erreicht. Wir wollten im DFB-Pokal überwintern", sagte Rangnick.

Schwerer taten sich Hansa Rostock und der SC Freiburg, der sich beim Regionalligisten SC Paderborn erst nach Elfmeterschießen mit 4:1 durchsetzen konnte. "Dieser Sieg wird uns einen Schub geben", meinte Freiburgs Trainer Volker Finke. Matchwinner war Torhüter Richard Golz, der zwei Elfmeter parieren konnte. Bundesliga-Schlusslicht Hansa Rostock benötigte beim klassentieferen LR Ahlen eine Verlängerung, in der Magnus Arvidsson der 3:2-Siegtreffer gelang. "Dieses Erfolgserlebnis war eminent wichtig für die Mannschaft. Dabei sah es zwischenzeitlich so aus, als würde wieder alles gegen uns laufen", sagte Rostocks Trainer Juri Schlünz nach dem schwer erkämpften Sieg.

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