Erstmal öffentlich Shinkansen bevorzugt
Transrapid: In China abgehängt

Die chinesischen Pläne zum Bau der 1300 Kilometer langen Transrapid-Strecke von Peking nach Shanghai stehen offenbar vor dem Aus.

PEKING/DÜSSELDORF. Parlamentspräsident Li Peng sagte nach Informationen der WirtschaftsWoche vergangenen Dienstag bei einem Treffen mit dem japanischen Transportminister Chikage Ogi: "Ich halte die Schienenlösung für geeigneter." Damit sprach sich zum ersten Mal ein Mitglied der chinesischen Führung öffentlich für den Bau des japanischen Hochgeschwindigkeitszugs Shinkansen aus.

Ogi, der auch mit Staatschef Jiang Zemin sowie Beamten des Eisenbahnministeriums zusammenkam, hat den Chinesen "maximale Hilfe" angeboten. Wie die WirtschaftsWoche von japanischen Diplomaten erfuhr, sind damit nicht nur günstige Kredite, sondern auch ein umfangreicher Technologietransfer gemeint. "Wenn Japans Shinkansen-Technologie für China nützlich ist", so Ogi, "wollen wir zu Diensten sein und sind bereit zu kooperieren."

Chinesische Experten aus dem Eisenbahministerium halten den Transrapid für zu teuer und zu anfällig auf der langen Strecke zwischen Peking und Shanghai. Sie bezweifeln zudem, ob das Konsortium, das wegen Problemen beim Bau der 30-Kilometer-Verbindung zwischen Shanghai und dem Flughafen Pudong schon mehrmals von Premierminister Zhu Rongji verwarnt wurde, die Fertigstellung bis zur Olympiade 2008 sicherstellen könnte.

Quelle: Wirtschaftswoche

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