Erstmals funkt ein Handy mit dem Symbian-Betriebssystem „Epoc“
Nokias neuem Multimedia-Handy fehlt Zugang zu schnellerem Netz

Das Unternehmen präsentierte sein neues Multimedia-Handy „Communicator 9210“. Mit dem neuen Modell integriert der Konzern erstmals das Epoc-Betriebssystem, das von dem Symbian-Konsortium entwickelt worden ist.

hst STOCKHOLM. Der finnische Telekomkonzern Nokia Oyj will einmal mehr seine Führungsrolle bei Mobiltelefonen unter Beweis stellen. Das Unternehmen präsentierte gestern sein neues Multimedia-Handy "Communicator 9210". Das Gerät, das im "ersten Halbjahr 2002" auf den Markt kommen soll, löst den "Communicator 9110i" ab, der seit 1999 auf dem Markt ist. Mit dem neuen Modell integriert der Konzern erstmals das Epoc-Betriebssystem, das von dem Symbian-Konsortium entwickelt worden ist. Zu den Symbian-Gründungsmitgliedern zählten neben Nokia ebenfalls Psion, Ericsson, Motorola.

"Wir bringen kein Produkt auf den Markt, von dem wir nicht Millionen verkaufen können", gab sich Anssi Vanjoki, stellvertretender Chef der Handy-Sparte, zuversichtlich, wollte jedoch keine Prognosen über die Marktchancen des Modells abgeben. Er unterstrich, dass das neue Gerät "in den Bereich der High-End-Produkte" gehöre. Es werde nicht teurer als die Vorgänger sein.

Neben der deutlich höheren Datenübertragungsgeschwindigkeit per HSCD (bis 43,2 kbit/s) überrascht Nokia mit einem Farbdisplay, mit dem sich Videoclips aus dem Internet herunterladen und abspielen lassen. Die Standby-Zeit für das Gerät beträgt trotz des Displays, das bis zu 4 000 Farben anzeigt, je nach Netzbetreiber 80 bis 230 Stunden. Daneben enthält der neue Communicator die bereits von den Vorgängern bekannten Features wie Email, Internet-Zugang, Präsentations- und Textverarbeitungssoftware. Ein Kalender und eine bessere Synchronisations- und Bildübertragungssoftware gehören ebenfalls zu den Merkmalen. Vanjoki hob hervor, dass durch den offenen Standard weltweit mehr als 300 000 Entwickler rasch weitere Programme auf den Markt bringen können.

Experten zeigten sich enttäuscht, dass das neue Gerät noch nicht für das schnellere GPRS-System, einer Zwischenstufe auf dem Weg zu UMTS, ausgelegt ist. "Wir werden ein entsprechendes Update später bringen", erklärte dazu Vanjokki, "doch nennen Sie mir ein einziges Mobilfunknetz, in dem GPRS zurzeit problemfrei läuft." Er wies auf Standardisierungprobleme hin, die einen störungsfreien Betrieb noch nicht erlaubten.

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