Erstmals in dieser Form geäußert
Iran plädiert für Regimewechsel im Irak

Iran hat sich erstmals für eine neues Regime im Irak ohne den jetzigen Machthaber Saddam Hussein als beste Option für die Golfregion ausgesprochen. "In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Saddam großes Leid über die Nachbarländer gebracht, besonders über Iran und Kuwait," sagte der ehemalige iranische Präsident Ali Akbar Haschemi Rafsandschani am Mittwoch unter Anspielung auf den Iran-Irak-Krieg.

HB/dpa TEHERAN. "Die beste Option wäre deshalb eine demokratisch gewählte Regierung in einem souveränen irakischen Staat."

Die schlimmste Option aber wäre eine von den USA eingesetzte Regierung nach einer Entmachtung Saddams, betonte Rafsandschani in einer Rede zum islamischen Opferfest. Die Absicht der USA, einen Krieg mit dem Ziel zu beginnen, die Kontrolle über die Ölvorkommen der Region zu bekommen, sei nicht nur unannehmbar für die Staaten der Region, sondern auch für andere Länder der Welt. In diesem Zusammenhang nannte Rafsandschani Belgien, China, Frankreich, Deutschland und Russland namentlich.

Vielen Iranern ist der 1980 vom Irak gegen ihr Land begonnene achtjährige Krieg noch leidvoll in Erinnerung, in dem über 200 000 iranische Soldaten gefallen sind.

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