Erstmals kein Umsatzwachstum in zweistelliger Höhe
Gerry Weber: Kapitalerhöhungabwarten

Auch im MDax, zuletzt einziger Fels in der Börsenbrandung, ist die Schonzeit vorbei. Der Index büßte seit Ende April 15 Prozent ein. Zu den Soliden im Index der Solidität gehört der westfälische Modefürst Gerry Weber.

DÜSSELDORF. Doch auch die Weber-Aktie verlor seit ihrem Hoch im März bei 12,22 Euro über 19 Prozent. Allerdings drücken bei Weber hausgemachte Probleme den Kurs. Die Verkaufsrunden für die anstehende Herbst-Winter-Saison liefen schlechter als erwartet. So wird der Damenschneider erstmals seit Beginn der Börsenzugehörigkeit kein Umsatzwachstum mehr in zweistelliger Höhe erreichen. Sieben Prozent will Weber nur noch wachsen. Dies sollte jetzt im Kurs drin sein.

Auch mit dem korrigierten Umsatzplus und einer Marge von 9,1 Prozent bleibt Gerry Weber im Branchenvergleich der Profitabilitäts- und Wachstumskönig unter den Blinden. Schuld am neuerlichen Kursrutsch seit drei Wochen ist eine Kapitalerhöhung um elf Millionen Euro, die die kargen Finanzmittel aufpeppeln soll. Sie kann noch eine Weile auf den Kurs drücken, soll aber am 27. Juni in trockenen Tüchern sein: Konzernlenker Weber will die neuen Aktien notfalls selber kaufen. Langfristig stimmt die Story. Anleger sollten zu Kursen um neun Euro wieder Positionen aufbauen.

Quelle: WirtschaftsWoche

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