Erstmals Preis für ausländischen Fußballer
Ailton ist „Fußballer des Jahres"

Pokalsieger, deutscher Meister, Torschützenkönig - mit der neuerlichen Auszeichnung zu Deutschlands "Fußballer des Jahres" schließt sich für den brasilianischen Ausnahmestürmer Ailton der Kreis in einer Saison der persönlichen Superlative. Auch die Wahl zum Trainer des Jahres und der Fußballerin des Jahres waren klare Angelegenhiten.

HB HAMBURG. Vom "Millionen-Missverständnis" zum Superstar der Saison 2003/2004 - der außergewöhnliche Weg von Ailton in der Fußball-Bundesliga hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Zum ersten Mal verleihen die deutschen Sportjournalisten und der "Kicker" den Titel des besten Fußballers an einen ausländischen Spieler. Mit 216 Stimmen setzte sich der Brasilianer, der in der vergangenen Saison mit Werder Bremen Meister, Pokalsieger und Torschützenkönig wurde, gegen Philipp Lahm (VfB Stuttgart/172 Stimmen) und Michael Ballack (Bayern München/ 63 Stimmen), den "Fußballer des Jahres" 2002 und 2003, durch.

"Das ist unglaublich und motiviert mich noch mehr. Ich bin der erste Ausländer, der Fußballer des Jahres ist. Das ist super", sagte der 31-Jährige. Zugleich brachte Ailton sich noch einmal als Kandidat für die deutsche oder brasilianische Nationalmannschaft ins Spiel. "Das Ergebnis faxe ich Jürgen Klinsmann und Carlos Alberto Parreira", kündigte er unter dem Eindruck des Wahlerfolgs an.

Zum "Trainer des Jahres" wurde mit großer Mehrheit Werder-Coach Thomas Schaaf (375 Stimmen) vor Peter Neururer (VfL Bochum/91) gewählt. "Fußballerin des Jahres" wurde Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt/221) vor ihrer Team-Kollegin Nia Künzer (110).

Schaaf hob noch einmal die Leistungen Ailtons hervor, der in der vergangenen Spielzeit 28 Treffer für Werder erzielte - mehr waren seit den 29 Toren von Karl-Heinz Rummenigge in der Saison 1980/81 keinem Bundesliga-Spieler mehr gelungen. "Natürlich hat Toni diese Auszeichnung verdient. Er war in der vergangenen Saison eine auffällige Erscheinung", sagte Schaaf, der jedoch zugleich darauf verwies, dass die Auszeichnung auch ein Verdienst der Mannschaft sei: "Das Zusammenspiel hat bei Werder geklappt."

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