Erstmals Preis für Autoren elektronischer Publikationen vergeben
1. Frankfurt E-Book-Award für E.M. Schorp und David Maraniss

ap FRANKFURT/M. Zum ersten Mal ist im Rahmen der Frankfurter Buchmesse der Frankfurt E-Book Award verliehen worden. Der Hauptpreis dieser neuen Auszeichnung für Autoren elektronischer Publikationen ist mit 100 000 $ dotiert, was wohl schon die hohe Bedeutung unterstreicht, die dem Medium E-Book in Fachkreisen beigemessen wird. "Wir stehen am Anfang einer neuen Ära. Das E-Book stellt an alle, die mit Literatur zu tun haben, Herausforderungen und bietet gleichzeitig viele spannende Möglichkeiten", erklärte Moderator James Burke bei dem Festakt zur Preisverleihung am Freitagabend in der Frankfurter Alten Oper.



Grand Prize für das beste Original-E-Book

Den mit 100 000 $ dotierten Grand Prize für das beste Original-E-Book teilen sich die Autoren E.M. Schorb für "Paradise Square" und David Maraniss für "When Pride Still Mattered: A Life of Vince Lombardi". Schorb, der schon viele Geschichten und Gedichte für das Internet veröffentlicht hat, wird in der Kategorie Belletristik geführt. Das Buch von Maraniss, einem Mitherausgeber der "Washington Post", ist ein Sachbuch, das fünf Monate lang auf der Bestsellerliste der "New York Times" stand. Gestiftet wurde der Preis von der International E Award Foundation-Book , hinter der als wichtiger Sponsor unter anderem die Firma Microsoft steht.

Mit jeweils 10 000 $ dotierte Preise vergab die internationale Jury noch einmal in den diversen literarischen Kategorien. Zum besten ursprünglich in E-Book-Form erschienenen Belletristik-Beitrag wurde "The Last Dance" von Ed McBain gekürt, zum besten Sachbuch "Counting Coup" von Larry Colton. Bester zuerst gedruckter und später in E-Book-Form umgewandelter Belletristik-Beitrag wurde "White Teeth" von Zadie Smith, bestes zuerst gedrucktes und dann als E-Book erschienenes Sachbuch "Überleben in der Sintflut" von Vilim Vasata. Schließlich wurde noch ein Technology Award in Höhe von ebenfalls 10 000 $ vergeben; ihn erhielt Peter Yianilos.





Neue Lesegeräte für bequemere E-Book-Lektüre

"Wir haben heute Autoren und Literaturagenten sowie Verlage ausgezeichnet, die das neue Medium fördern und als Pioniere in dieser neuen Welt gelten", erklärte Alberto Vitale, der Vorsitzende der International E Award Foundation. -Book Er betonte das enorme Wachstumspotenzial, das sich der Branche noch biete: "Mit der Weiterentwicklung und Verbesserung der Software und Technologie wird sich auch der Frankfurt E-Book Award entsprechend entwickeln."

Zurzeit machen E-Books in Deutschland nur etwa 1 % des Umsatzes der Buchbranche aus. Experten verweisen allerdings auf eine Studie von Andersen Consulting, wonach in zehn Jahren bereits 10 % aller Bücher E-Books sein werden. Diesen Trend dürften nicht zuletzt die neuen Lesegeräte begünstigen, in die man elektronische Bücher laden kann. Diese wurden erstmals vor zwei Jahren auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und sind seitdem ständig verbessert worden.



Elektronische Lesegeräte sind noch sehr teuer

Lesegeräte haben gegenüber dem Computerbildschirm den Vorteil, dass man sie wie ein gedrucktes Buch in der Hand halten und darin von Seite zu Seite blättern kann. Das "Rocket E-Book" etwa, in dessen Speicher rund 100 000 Buchseiten aus dem Internet kopiert werden können, hat das Format eines Taschenbuchs und wiegt nur etwa 600 Gramm, so dass man es sogar im Bett bequem lesen kann. Der Nachteil ist zurzeit noch der Preis von rund 675 DM. Doch bekanntlich sind auch schon andere technologische Neuerungen nach und nach immer billiger geworden.



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