Erstmals Quartalszahlen vorgelegt
Deutsche Post: Weniger Gewinn bei steigendem Umsatz

Die Deutsche Post hat im ersten Quartal dieses Jahres mit Ausnahme der Brief-Sparte in allen Geschäftsbereichen zugelegt, netto insgesamt jedoch weniger verdient.

Post

legt im Quartal nur bei Brief-Sparte nicht zu

rtr BONN. Insgesamt steigerte der Bonner Konzern nach eigenen Angaben vom Mittwoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seinen Umsatz um mehr als zehn Prozent auf 8,58 Mrd. ? und sein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebita) um 4,2 % auf 840 Mill. ?. Der Überschuss sei dagegen infolge eines planmäßig höheren Steueraufwands um 5,9 % auf 539 Mill. ? gesunken. Während die Unternehmenszweige Logistik, Express und Finanzdienstleistungen teilweise erheblich zulegten, lagen Umsatz und Ergebnis der Briefzustellung unter Vorjahr. Die Post-Aktie gab im frühen Börsenhandel leicht nach.

Die Post legte aufgrund ihres Börsengangs im vergangenen Jahr erstmals Quartalszahlen vor. Die steuerliche Belastung des Jahresüberschusses sei bilanztechnischer Natur und werde sich nicht als tatsächliche Steuerzahlung niederschlagen, hieß es. Das Eigenkapital des Konzerns habe sich im Vergleich zum Jahresende 2000 um mehr als 14 % auf rund 4,6 Mrd. ? erhöht.

Zwickel zeigt sich zufrieden

Konzernchef Klaus Zumwinkel zeigte sich über das Quartalsergebnis zufrienden und kündigte an, sein Unternehmen werde in diesem Jahr die Vorjahreszahlen übertreffen. 2000 hatte die Post bei einem Umsatz von 32,7 Mrd. ? einen Jahresüberschuss von 1,53 Mrd. ? erzielt. In diesem Jahr will der Konzern Zumwinkels Worten zufolge 40 Mrd. ? umsetzen.

Unter den einzelnen Sparten legte der Firmenbereich Logistik den Angaben zufolge mit einem Umsatzsprung von 35,5 % auf 2,3 Mrd. ? und einem Zuwachs des Ebita von 55 % auf 31 Mill. ? am stärksten zu. Besonders der Bereich Intercontinental sei infolge der Übernahme des Luft-Carriers Air Express International (AEI) kräftig gewachsen. Im Expressgeschäft habe die Post sowohl durch Zukäufe als auch infolge eines organischen Wachstums deutlich mehr umgesetz und verdient. Während der Umsatz hier um 10,5 % auf 1,6 Mrd. ? kletterte, verdoppelte sich das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit auf 88 Mill. ?. Mit Finanzdienstleistungen habe der Konzern beziehungsweise die Tochter Postbank mit 124 Mill. ? 11,7 % mehr verdient.

Briefsparte ohne Zuwächse

Einzig die größte Post-Sparte Briefzustellungen verzeichnete in den ersten drei Monaten 2001 keine Zuwächse, was der Konzern damit begründete, dass das Quartal einen Arbeitstag weniger gehabt habe als der Vorjahreszeitraum. So seien Umsatz und Ebita der Brief-Sparte um je etwa 0,8 % auf 3,1 Mrd. ? und 743 Mill. ? zurückgegangen. Die Post erzielt mit der Briefzustellung traditionell den meisten Gewinn, will diesen Anteil langfristig jedoch auf etwa die Hälfte des Konzernergebnisses anpassen. Vorstandschef Zumwinkel hatte noch am Dienstagabend angekündigt, dass der Anteil der Nicht-Brief- Aktivitäten am Gesamtgewinn in diesem Jahr auf rund ein Drittel steigen werde. Zumwinkel begrüßte auch die Verlängerung des Briefmonopols bis zum Jahr 2007.

Der Aktienkurs der Deutschen Post lag am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn an der Börse in einem schwachen Umfeld mit 18,50 ? rund ein Prozent unter seinem Vortagesschluss.

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