Erstmals seit fünf Monaten
Euro fällt unter 100 Yen

Der Euro hat seine Talfahrt zum Yen am Freitag fortgesetzt und ist erstmals seit fünf Monaten unter die Marke von 100 Yen gefallen.

rtr FRANKFURT. Händler führten den anhaltenden Kursverlust auf schwindende Spekulationen über mögliche Euro-Stützungskäufe der japanischen Notenbank zurück, die durch Äußerungen des japanischen Finanzministers Masajuro Shiokawa verstärkt worden seien. "Das Ministerium wird nicht intervenieren, wenn die Marktbwegungen normal sind. Ich glaube, die Marktbewegungen sind jetzt normal", hatte er gesagt. Der Yen konnte sich daraufhin auch zum Dollar merklich erholen und drückte die US-Devise auf den tiefsten Stand seit drei Monaten.

Gegen 11.40 Uhr MESZ notierte der Euro wieder etwas höher mit 100,58/63 Yen, nachdem er kurz zuvor auf 99,90 Yen gerutscht war. Der $ kostete zur gleichen Zeit 118,73/76 Yen nach 118,26 Yen.

Auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarte der Handel keine Interventionen mehr, seit EZB-Präsident Wim Duisenberg am Donnerstag keine größere Besorgnis über den schwachen Euro habe erkennen lassen. Duisenberg hatte gesagt, der Wechselkurs sei für die Geldpolitik der EZB nur relevant, wenn er die Preisstabilität ernsthaft gefährde, was nicht der Fall sei. Dies bedeute generell grünes Licht für Euro-Verkäufe, sagten Händler. "Diese Kommentare sind ein Grund für die Stärke des Yen. Sie lassen darauf schließen, dass die europäischen und japanischen Währungshüter nur wenig über die Kurse besorgt sind", sagte Mitul Kotecha, Chefanalyst von Crecit Agricole Indosuez.

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