Erstmals seit Jahren Absatzrückgang: Mini stellt BMWs in den Schatten

Erstmals seit Jahren Absatzrückgang
Mini stellt BMWs in den Schatten

Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Modellwechsels bei der 5er-Baureihe hat der Autobauer BMW im März 2003 erstmals seit Ende 1999 im Konzern einen leichten Absatzrückgang hinnehmen müssen. Für das Gesamtjahr geht der bayerische Konzern aber weiter von einem erneuten Verkaufsrekord aus - vorausgesetzt, die weltpolitische Lage stabilisiert sich.

Reuters MÜNCHEN. Im März sei der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um ein Prozent auf 106 950 Fahrzeuge gesunken, teilte der Münchener Konzern am Mittwoch mit. Ein Sprecher sagte, zuletzt sei im Dezember 1999 ein konzernweiter Rückgang der Verkäufe registriert worden. Seither hatte BMW - nicht zuletzt dank des im Jahr 2001 eingeführten neuen Mini - Monat für Monat Zuwächse ausgewiesen. Von der Kernmarke BMW verkaufte der Konzern im März mit 88 450 Einheiten 6,7 % weniger. Auf das erste Quartal betrachtet konnte BMW aber mit konzernweit 261 570 Automobilen die Verkaufszahlen des Vorjahreszeitraums noch um 0,5 % übertreffen.

"Bei der Marke BMW kamen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres modellzyklusbedingt weniger Einheiten auf den Markt", begründete der Konzern die Entwicklung. Wesentliche Ursache für den deutlichen Absatzrückgang bei der Kernmarke ist der für Juli geplante Modellwechsel bei der 5er-Reihe. Alte Baureihen verkaufen sich wenige Monate vor der Markteinführung des Nachfolgers traditionell deutlich schwächer. Hinzu kam BMW zufolge, dass überarbeitete Versionen des 3ers - das Cabrio, das Coupe und der Compact - erst Ende März in Europa eingeführt wurden und sich damit beim Verkauf noch nicht bemerkbar machten.

Auch der BMW-Konkurrent Mercedes hatte im März mit insgesamt 102 400 Autos ein halbes Prozent weniger als im Vorjahresmonat verkauft. "Das Unternehmen geht nach wie vor davon aus, dass der derzeitige Absatzrückgang bei der Marke BMW bis Ende des Jahres nicht nur kompensiert wird, sondern der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2002 übertroffen werden kann", teilte der Konzern weiter mit. "Voraussetzung dafür bleibt, dass sich die weltpolitische Lage stabilisieren wird."

Weitaus erfreulicher läuft die Entwicklung derzeit beim Mini. Hier konnte BMW den Angaben zufolge den Absatz im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 40 % auf 18 510 Einheiten steigern und damit einen neuen Rekord verbuchen. Im Auftaktquartal seien die Verkaufszahlen des Nachfolgers des britischen 60er-Jahre Klassikers um 66,7 % auf 45 810 Einheiten gestiegen. Dabei habe sich der Trend hin zu höherwertigen Modellvarianten - Cooper und Cooper S - weiter fortgesetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%