Erstmals seit März 1999 wieder mehr Jobsuchende
Arbeitslosenrate in Österreich im Mai bei 5,3 Prozent

vwd-apa WIEN. Die Abschwächung der Konjunktur hat auch auf dem Arbeitsmarkt in Österreich Spuren hinterlassen. Erstmals seit März 1999 nahm die Zahl der Jobsuchenden gegenüber dem Vorjahr wieder zu und zwar um 0,5 Prozent oder 823 Personen auf 174 857 Arbeitslose. Wie die Statistikbehörde des Landes am Dienstag weiter mitteilt, betrug die Arbeitslosenquote im Mai 2001 wie im Vorjahresmonat 5,3 Prozent. Im April dieses Jahres wurde eine Quote von 5,8 Prozent ausgewiesen. Die EU-Quote betrug im Mai unverändert wie im April und vor einem Jahr 3,7 Prozent.

Bereits im April hatte sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit verlangsamt. Am härtesten betroffen ist die Baubranche, die im Mai einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um knapp 17 Prozent oder um fast 2 000 Betroffene auf 13 407 arbeitslose Bauarbeiter hinnehmen musste. Der Beschäftigtenzuwachs fiel im Mai nur mäßig aus. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrug im Mai 14 805 Personen oder 0,47 Prozent auf 3,15 Millionen unselbstständig Beschäftigte. Gegenüber April nahm die Beschäftigung um 19 942 Personen oder um 0,64 Prozent zu.

In Schulung und damit nicht in der Arbeitslosenstatistik befanden sich im Mai 33 595 Jobsuchende. Das waren um 9,4 Prozent oder um 2 890 Personen mehr als im Vorjahr.

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