Erstmals unter den Top 3 des Weltmarktes
Bosch Siemens Hausgeräte spürt Gegenwind

Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH rechnet wegen der schwächeren Konjunktur im laufenden Jahr nur noch mit einem einstelligen Umsatzplus, will aber weiter Marktanteile gewinnen. "Wir streben die Marktführerschaft in Gesamteuropa und eine stabile Position unter den Top drei weltweit an", sagte Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung des Joint Ventures von Siemens und der Robert Bosch GmbH, am Dienstag in München.

dpa-afx/rtr MÜNCHEN. Beim Gewinn strebe das Unternehmen für 2001 einen Zuwachs an, "das aber bei starkem Gegenwind". Falls sich die Konjunktur weiter abschwäche, schloss BSH auch einen Abbau von Arbeitsplätzen nicht aus.

Erst im vergangenen Jahr habe BSH mit einem Umsatzplus von 14,5 % auf 12,3 Mrd. DM den US-Konkurrenten General Electric (Umsatz 2000: 12,2 Mrd. DM) von Rang drei der weltgrößten Hausgeräte-Hersteller verdrängt, sagte Gutberlet. Marktführer ist den Angaben zufolge weiterhin der schwedische Konzern Electrolux (21,7 Mrd. DM), gefolgt von Whirlpool (21,4 Mrd. DM). In West- und Osteuropa zusammen liege Electrolux noch knapp vor BSH.

Nach einer Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums in der zweiten Hälfte des Jahres 2000 sei die konjunkturelle Lage derzeit angespannt, erläuterte der BSH-Chef. Für Westeuropa rechne er im laufenenden Jahr mit einem Marktwachstum von maximal zwei Prozent, in den USA mit einem Rückgang um vier Prozent. In das neue Jahr sei BSH mit einem leichten Umsatzminus gestartet, obwohl das Unternehmen seine Preise in Deutschland im Frühjahr um zwei bis drei Prozent angehoben habe. "Das Ergebnis lag im ersten Quartal leicht über dem Vorjahr, aber von unseren Projektionen ein Stück weit entfernt", sagte Gutberlet

Deutliche Ergebnisverbesserung durch Kostensenkungsprogramm

Der schwachen Konjunktur will der Hausgerätehersteller mit Kosteneinsparungen und Produktinovationen entgegnen. "Vor diesem Hintergrund kann nur überleben, wer einerseits über eine uneingeschränkt wettbewerbsfähige Kostenposition verfügt, auf der anderen Seite führend bei Innovation und Qualität der Produkte ist", sagte Gutberlet. Neuerungen beträfen unter anderem vollautomatische Geschirrspüler oder Gefriertruhen, die man nicht mehr abtauen bräuchte. Gleichzeitig wolle BSH in diesem und im nächsten Jahr rund eine halbe Milliarde DM an Kosten einsparen.

Das vor zwei Jahren gestartete Kostensenkungsprogramm habe BSH schon im vergangenen Jahr eine deutliche Ergebnisverbesserung beschert, sagte Finanzgeschäftsführer Wolfgang Colberg. Demnach stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2000 auf rund 610 (1999: 281,4) Mill. DM. Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung legte auf gut 389 (111) Mill. DM zu.

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