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Erstmals WM-Eröffnungsfest auf Kosten der Fifa

Zum ersten Mal in der Geschichte des Fußballs veranstaltet der Weltverband Fifa vor der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland im Berliner Olympiastadion ein eigenes Eröffnungsfest.

dpa BERLIN. Zum ersten Mal in der Geschichte des Fußballs veranstaltet der Weltverband Fifa vor der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland im Berliner Olympiastadion ein eigenes Eröffnungsfest.

Fifa-Präsident Joseph Blatter und Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) unterzeichneten in Berlin eine entsprechende Vereinbarung über das für den 8. Juni 2006 geplante Fest. Die Fifa übernimmt die Kosten von etwa 22 Mill. Euro. In München wird es vor dem Eröffnungsspiel am 9. Juni noch eine kurze Zeremonie geben. Die Teilnehmer des Auftaktspiels stehen noch nicht fest. Blatter sprach sich klar für Gastgeber Deutschland und nicht für Weltmeister Brasilien aus.

Durch die Entscheidung der Fifa, selbst als Veranstalter des Auftaktfests einzusteigen, kommt es bei dem Turnier in Deutschland noch zu einer anderen Premiere: Erstmals beginnt eine Fußball-WM nicht mit dem offiziellen Eröffnungsspiel. Blatter kündigte im Beisein von Franz Beckenbauer, Präsident des Organisationskomitees der WM 2006, an, die Idee einer gesonderten Eröffnungsfeier auch für künftige Weltturniere nach dem olympischen Vorbild zu übernehmen. Um die Ausrichtung des vorgeschalteten Festes und um den Standort hatte es im Vorfeld in Deutschland, auch zwischen Berlin und München, Streit gegeben.

Der für das Fest unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" verantwortliche Künstler André Heller und Innenminister Schily nannten die Konflikte "kleinkariert". Schily sagte: "Das ist jetzt hoffentlich vorüber. Deutschland erhält die einmalige Chance, sich im allerbesten Licht als weltoffenes Land darzustellen."

Einzelheiten zum Programm nannte Heller nicht. Der Österreicher sagte, bei dem Fußballfest gehe es ihm "nicht um Folklore des Gastgeberlandes oder um eine Nabelschau". Er und sein Team wollten vielmehr für die Dauer eines Fußballspiels in 90 Minuten die Geschichte des Fußballs präsentieren "und die Kulturen der Welt vermitteln". Das Fest in Berlin sei für Deutschland "die erste wirklich große Veranstaltung auf der Weltbühne nach der friedlichen Wiedervereinigung". Fifa-Präsident Blatter sagte, Sport und Kultur passten zusammen gut in die Philosophie des Weltfußballs.

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