Erstmals wurden Preise der neuen Windows Versionen bekannt
Microsoft bewältigt Ansturm auf Windows XP-Schnupperversion nicht

Der Microsoft-Konzern hat offenbar Schwierigkeiten, der Nachfrage nach der Vorabversion des neuen Betriebssystems Windows XP gerecht zu werden. Betroffen sind nicht nur Kunden, die sich die neue Versionen aus dem Internet herunterladen wollten. Unterdessen wurden erste Preise für das neue Betriebssytem bekannt.

ddp REDMOND. Wie der Informationsdienst CNet berichtet, häufen sich insbesondere in den USA die Beschwerden von Käufern des so genannten Release Candidate 1 von Windows XP. Seit Ende Juni bietet Microsoft die Möglichkeit, für umgerechnet etwa 23 Mark eine 500 Megabyte große Schnupperversion von Windows XP aus dem Netz herunterzuladen.

Für den Download benötigen die Interessenten einen Zahlencode, den sie nach Zahlungseingang von Microsoft per E-Mail übermittelt bekommen. Diese Ziffernfolge sei bei vielen der schätzungsweise 100 000 Release-Candidate-Käufer bis heute nicht eingetroffen, berichtet CNet. Microsoft bestätige die Verzögerung, sie sei gewollt. Der Konzern versende die Ziffernfolgen in E-Mail-Blocks zu je 5 000, um einen Massenansturm der Käufer auf die Download-Server zu vermeiden. Dadurch könne es bei 100 000 Bestellungen entsprechend lange dauern, bis jeder Käufer die begehrte Ziffernfolge in den Händen halte.

Noch schlechter haben es offensichtlich die Besteller der CD-Version getroffen. Nach Auskunft von Microsoft werden diese Kunden, die umgerechnet etwa 46 DM für die Betriebssystem-Vorschau bezahlt haben, ihre Kopie des Programms erst gegen Ende Juli erhalten. Bis dahin soll jedoch nach den vorliegenden Planungen des Software-Konzerns der Release Candidate 2 veröffentlicht werden.

Windows XP könnte bis zu 700 Mark kosten

Unterdessen wurden auch erste Einzelheiten zur Preisgestaltung von Windows XP bekannt. Amazon bietet seinen US-amerikanischen Kunden die Möglichkeit, eine Version des Betriebssystems vorzubestellen, das Ende Oktober in die Läden kommt. Für die so genannte Home Edition werden demnach umgerechnet 460 Mark fällig, das Upgrade ist für 230 DM zu haben. Die Professional-Version steht bei Amazon für 690 DM in der Preisliste.

Um die Veröffentlichung der Preise hat es zwischen Microsoft und Amazon offensichtlich Verstimmungen gegeben. Microsoft soll gefordert haben, die Vorbestellseite für Windows XP zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu veröffentlichen. Amazon wiederum hat sich auf den Kompromiss eingelassen, die Links zur eigentlichen Kauf-Seite von Windows XP zu deaktivieren.

Service:

Link zur CNet-Seite mit englischem Originaltext

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